Winter Reitoverall im Test: Erfahrungen & Langzeittest

Reitoverall HGG und Islandpferd

Reitoverall Coldy von HGG. Der schöne Hintern gehört zu Bára. Foto: Klara Freitag

 

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Test Reitoverall – Langzeit Erfahrungen mit HGG, Krämer und Karlslund

Heute morgen bin ich in aller Frühe raus zum Pferde füttern. Kalt und dunkel, ihhh! Ich bin echt kein Morgenmensch und jetzt im Winter ist das noch mal schlimmer. Allerdings hat es mir eins leichter gemacht: Ich bin ich einfach mit dem Schlafanzug in den Winteroverall gestiegen. Das war wie in einen Schlafsack huschen. 30 Minuten später war ich wieder daheim um die Familie zu wecken und der Alltagswahnsinn ging los (alle anziehen, Frühstück, ab zur Schule, Hunderunde, ins Büro, 8 Uhr 30 Arbeitsbeginn).

Schlechtes Wetter ist echt erträglicher mit so einem Overall. Ich habe drei Reitoveralls für Euch im vergangenen Winter getestet. Das war spannend und ich weiß jetzt, was jeder von ihnen kann. Sogar die Regendichte unter der Dusche haben wir ganz genau gemessen.  Ich stelle Euch in dieser Woche jeden Tag einen Reitoverall vor, danach kommt noch der Duschvergleich. Es sind diese Reitoveralls:

  1. Der Krämer Reitoverall Aki für 199 Euro
  2. Der Karlslund Winter-Reitoverall für 359,33 Euro
  3. Der HGG Reitoverall Coldy für 339,90 Euro

Der Reitoverall Aki von Kraemer. Foto: Franzi Schmitz

 

Heute kommen die 5 wichtigsten Fragen rund um Reitoveralls dran:

1. Was zieht man unter Reitoveralls an?

Es geht alles: Normale Reithose, Pullover. Oder Leggins, Funktionsshirt. Oder gute Sachen aus dem Alltag, die man mit dem Overall schützt. Oder eben Schlafanzug. Auch getestet: Nur Schafshirt und nackte Beine für kurz mal füttern! Das funktioniert auch gut.

 

2. Was kann man mit Winter-Reitoveralls machen?

Es gibt ja vor allem im Islandpferdebereich Leute, die von November bis März nur in diesen Overalls reiten. Im Alltag wollte ich ihn nicht missen! Mit den Overalls, und das gilt für alle drei Modelle, bleibt man einfach schnuckelig warm bei jeglicher Situation mit den Pferden und am Stall. Ganz toll sind sie auch für alle, die unterrichten oder auch fürs Zuschauen bei Veranstaltungen und Kursen. Denn längere Zeit stehen oder sitzen im Winter ist damit kein Problem mehr! Das Reiten in den Overalls finde ich gewöhnungsbedürftig, egal bei welchem Modell. Eine gemütliche Runde ausreiten: Kein Problem! Das ist sogar super gemütlich im Reitoverall. Zum richtigen dressurmäßigen Reiten ziehe ich persönlich den Overall aus. Aber davor, zum Putzen und fertig machen ist er Gold wert. Und man selbst  geht mit warmem Körper aufs Pferd,  ist dadurch schon geschmeidiger. Das ist super.  Die Overalls unterscheiden sich bezüglich des Reitbesatzes übrigens stark.

 

3. Wie gut kann man Reitoveralls waschen?

Klar kann man sie waschen. Bezüglich der Wasserdichte nach dem Waschen ist es so ähnlich wie mit Outdoor-Pferdedecken: Über die Jahre verlieren sie dadurch an Dichtigkeit. Wie schnell, ist markenabhängig. Ich habe mich auch mit Profis in Bezug auf Reitoveralls unterhalten. Ein Tipp von einer Islandpferde-Trainierin, die ganz viel mit diesen Overalls unterwegs ist: Zwei Stück nutzen. Einen für Außentermine, einen für daheim. Damit hat man einen sauberen, guten und einen, der für daheim auch nicht ganz so oft in die Wäsche muss.

Der Winter-Reitoverall von Karlslund. Foto: Franzi Schmitz

4. Was muss ich bei den Größen beachten?

Superwichtig: Wenn Dir der Anzug beim normalen Stehen und Gehen von der Beinlänge her optimal passt, dann rutscht das Hosenbein beim Reiten etwas hoch. Kein Problem für alle, die mit Stiefeln reiten. Nicht schön für diejenigen, die Schuhe oder Stiefeletten tragen. Bei manchen Marken kann man längere Beine bestellen. Wenn man also möchte, dass das Hosenbein bis zum Schuhbeginn im Sattel reicht, dann muss man den Overall so bestellen, dass er beim Stehen und Gehen üppig sitzt, also etwas schoppt-.

 

5. Wie geht man damit auf die Toilette?

Die Frage kommt häufig und es ist für manche sogar ein Grund, keinen zu kaufen. Ich kann das nicht so nachvollziehen, dann man macht einfach einen Reißverschluss auf, zieht den Overall runter, hält die Ärmel weg vom Boden und kann ganz normal aufs Klo gehen. Es ist nicht so umständlich, wirklich. Für Männer ist es noch einfacher, zwei der drei Modelle haben nämlich einen 2-Wege-Reißverschluss vorn.

6. Was ist der Unterschied zu Skihose und Winterjacke?

Skihose und Winterjacke war vor dem Test meine Winterbekleidung. Ich finde die Overalls noch wärmer, da es keine Kältebrücke gibt. Und man ist nicht ganz so schlimm als Michelin-Männchen damit unterwegs. Für mich ist das schnelle An- und Ausziehen auch ein wichtiger Punkt. Das geht mit eine Overall einfach viel schneller als mit der Kombi Skihose plus Jacke.

 

3 Kommentare

  1. Mega spannend. Ich liebäugel schon länger mit einem. Die Preise schrecken mich allerdings ein wenig ab.
    Aber nicht frieren und Schlafanzug drunter hört sich super an. Im Sommer mach ich das immer mit einem grünen overall aus der Landwirtschaft.

  2. Ich kann im Winter nicht ohne.
    Habe zwei – einen alten roten von Ice-Line (ähnlich wie der HGG) zum misten und so & einen braunen HGG für gut und zum reiten.

    Ich trage im Winter eigentlich nix anderes. Aber richtig intensive Platzarbeit ist da schon etwas umständlich. Da gebe ich dir recht. Aber mangels vernünftigen Reitplatz gehen wir dann eh überwiegend ausreiten.

  3. Ich habe seit gut 2 Jahren einen schwarzen Reitoverall in Größe 34 und trage in der Winterzeit unter dem Overall auch durchaus eine bequeme Reithose !