Jeannette

 

Jeannette Aretz, Portraitfoto

Foto: Klara Freitag

 

Ich bin Jeannette. Beruflich Fachjournalistin für Pferdethemen und Reitsport. Auf meinem Blog A life with horses geht’s mir um die Inspiration. Um das Reiten und Denken. Um den Gedanken:

Das Pferd soll genauso viel Lust auf’s Reiten haben wie ich. 

Das war die Suche. Immer.

In meinem Kinderzimmer hing ein Foto über meinem Bett, das ein Mädchen auf einem weißen Islandpferd im Galopp auf einer Wiese zeigt. Kein Sattel, keine Trense, kein Strick, kein Halsring, nichts. Das Mädchen sitzt im leichten Sitz, den Oberkörper an die dicke Mähne gelegt. Das bin ich mit zehn, elf Jahren auf einem Pony meiner damaligen Reitlehrerin. Dieser Moment hatte für mich alles. Freiwilligkeit, Spaß, zwei Wesen, eine Idee. Wenn ich lenken wollte, legte ich die Hände auf die Ganaschen und wies dem Pony die Richtung. Es war ein Moment, den ich nicht beliebig wiederholen konnte. Ich war kein Pferdeflüsterer-Kind. Aber eine Idee in mir wuchs.

 

me_childhood

 

Journalistin für Pferdemagazine

Durch meinen Job als Journalistin für Pferdemagazine habe ich das Glück, hinter viele Stalltüren zu schauen. Bei kleinen und großen Ereignissen dabei sein zu können.

Durchs Gras stampfend auf der Vielseitigkeitsstrecke der Weltreiterspiele. Mit einem Kaffee in der Hand auf dem Sofa einer Olympiasiegerin. Im Winter in der Reithalle stehend, der Kuli schreibt nicht mehr vor Kälte und die Zehen fühle ich nicht mehr. Mit Sonnenbrand stundenlang auf Horsemanship-Kursen ins Licht blinzeln.

Portraitfoto Palomino Stute

Das ist Chamonix. Foto: Klara Freitag

Wann sind es tatsächlich feine Hilfen?

Mit der Zeit habe ich mir so ein Buch der kleinen Schätze im Kopf anlegen zu können. Kleine und große Tipps von Meistern ihres Faches, Hinweise, Beobachtungen wie es gehen kann. Klar habe ich dabei nicht nur Gutes gesehen. Sondern vieles gesehen, das von außen glänzt und von innen betrachtet alle Schönheit verliert. Leider auch bei den Menschen in der Pferdewelt, die das Gute propagieren.

Jeder möchte fair reiten, jeder möchte gymnastizieren, jeder Ausbilder spricht von feinen Hilfen. Es ist en vogue, diese Worte zu benutzen, aber was es dann für den Einzelnen tatsächlich bedeutet, ist noch mal etwas ganz anderes!

Super wichtig finde ich es, offen zu bleiben. Für diverse Reit- und Umgangsweisen, für verschiedenste Wege und Ausbilder. Ich will nichts aussondern. Es gibt nicht den einen Weg. Es gibt ein Falsch, nämlich immer wenn es gegen das Pferd geht, egal auf welche Weise. Und es gibt ganz viele richtige Ansätze. Von manchen Trainern picke ich einen Gedanken, bei anderen liebe ich die ganze Philosophie.

Naja, und das hier – das ist die Idee, etwas des Guten aus dieser Reiterwelt zu teilen.

Zuschauer in der Reithalle und Hund

Mindestens ein übermotivierter Zuschauer bei einem unserer Reitkurse. Foto: Klara Freitag

Kurse mit hervorragenden Ausbildern

Im vierten Jahr nun gibt es zu dem Blog eine Kursserie, die ich mit meiner Freundin Philippa veranstalte. Wir laden mehrfach im Jahr exzellente Ausbilder ein, hier seht Ihr eine Auswahl.

Die Poster zum Blog.

Poster für #betterhorsesport

Die Essenz des Blogs kannst Du Dir jetzt übrigens auch nach Hause bestellen. Ich habe immer schon schöne Lettering-Poster und Karten für Pferdeleute gesucht. Und nicht gefunden. Also gibt es sie jetzt bei mir, hier im Shop. Es ist eine Mischung aus dem Grundgedanken des Blogs und der Aktion #betterhorsesport, die sich für artgerechten Umgang mit jeglichen Pferden einsetzt, egal ob Therapiepony oder Spitzenspringpferd. Ich habe das initiiert, als ich so angekotzt war von dem, was da draußen so passiert, dass ich dachte: Wir brauchen eine positive Antwort auf den ganzen Mist.

Mein Fohlen mit der Genkrankheit WFFS

Ansonsten hat mein Engagement für ein Sprechen und Offenlegen von WFFS ganz schön viel hier mit dem Blog gemacht. Ich habe selbst ein Fohlen an dieser Genkrankheit verloren. Super korrekt formuliert ist es ein Gendefekt, leider immer mit der Folge, dass ein Fohlen nicht lebensfähig geboren wird, wenn diese Anlage von beiden Eltern an das Fohlen weitergegeben wird. Dass WFFS, warmblood fragile foal syndrom, nun in Deutschland für alle Hengste, die in deutschen Zuchtbüchern geführt werden, verpflichtend getestet werden muss, ist großartig. Hätte ich das vor Jahren gewusst, hätte ich kein totes Fohlen gehabt. Insofern: Das Kämpfen hat sich gelohnt. Auch wenn wir diesen Erfolg niemals ohne den Druck aus dem Ausland errungen hätten. Und mit wir meine ich  alle, die sich für einen offenen Umgang mit WFFS engagiert haben.

Pferde in Offenstall und Frau

Mit Ailena. Foto: Klara Freitag

Die private Jeannette

Wenn Du wissen willst, was mich antreibt, so innen drin, musst Du eigentlich nur diesen Text hier über #heartwideopen lesen.  Ansonsten: Ich lebe auf einem ehemaligen Bauernhof  mit meiner Familie plus Kaninchen, Katze, Hund (und mein Hund heißt tatsächlich Hündchen, warum, steht hier). Ich habe eine Reitponystute namens Chamonix und in den letzten Jahren spielte Warmblüterin namens Ailena eine große Rolle in meinem Leben. Aus Spaß an der Freude unterrichte ich im Basisbereich, formell mit Trainer-C-Schein und aktuell in der Team Pony Concept Fortbildung, um noch besseren Unterricht für ganz kleine Kinder zu machen. Ich bilde mich laufend weiter und reite Dressur & raus ins Gelände. Auf vielen Bildern auf dieser Seite seht ihr mich noch mit meiner Warmblüterin – Fee. Sie ist nicht mehr da, warum, steht hier: Lauf, Fee, Lauf.

Fragen? Schreibe eine Mail an mail (ät) rosinenundschwarzbrot.de

Portraitfoto Pferd

Das war Fee, von der ich so viel gelernt habe. Foto: Klara Freitag