Gestatten: Mein neuer Hund

Plus: Tolle Winterreitstiefel von Ariat für Euch!
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Alle Fotos von Klara Freitag

 

Mein neuer Schatten und die Ariat-Winterstiefel – ein Paar ist für Euch!

 

Es wird Zeit, dass ich Euch mal meine neue Hündin genauer vorstelle! Für alle, die noch nicht so lange dabei sind: Ich hatte bis vor etwas mehr als einem Jahr eine Dalmatinerhündin, meine Nike. Sie hat mich vom Studium bis zum Mamawerden begleitet, und es war wirklich hart, sie gehen zu lassen. Doch sie konnte einfach nicht mehr, ich musste sie schließlich einschläfern lassen. Danach hatte ich das Gefühl: Kein Hund der Welt wird jemals an diesen heranreichen. Ich kann einfach keinen mehr haben, weil Nike und ich, das war einfach etwas, das bekommt man ein Mal im Leben (Ihr könnt sie  HIER sehen und auch über sie und mich und unsere wilden Jahre lesen, falls Ihr den Text „Das Mädchen mit dem Dalmatiner“ noch nicht kennt.)

Damals sagte mir Philippa, die schon mehrere Hunde in ihrem Leben hatte: Nochmal so lieben geht, sie sind eben nur anders. Ich konnte mir das nicht vorstellen.

Schon im Winter nach Nikes Tod dachte ich: Ich vermisse das Tapsen um mich herum. Ich hätte so gern wieder einen Hund im Haus, aber bereit für einen eigenen bin ich definitiv nicht. So kam es, dass ich einen Pflegehund – auch Dalmatiner – aufnahm. Und diese junge Hündin namens Dana kam mit Wucht in unser Haus. Ich hatte den Eindruck, sie habe noch nie mit Menschen gewohnt. Vielleicht war das auch so, da sie aus dem Tierschutz kam, war ihre Vergangenheit nicht klar. Sie sprang daheim auf den Esstisch und die Sideboards, riss Bilder von der Wand, ließ Pipi laufen wenn es ihr gerade danach war und war einfach ein entzückender, aber gänzlich wilder Wirbelwind.

Wie kann man nur so süß sein?

 

 

Also übten wir. Loben für jedes ruhige Ablegen im Haus, viel draußen sein und Energie loswerden. Draußen war es im übrigen von Anfang an sehr einfach. Ich konnte sie nach zwei Wochen ableinen und sie hörte hervorragend. Ich mach’s kurz: In dieser Zeit habe ich gemerkt, was ich doch alles durch Nike hundetechnisch gelernt habe. Sie wurde innerhalb von ungefähr sechs Wochen zu einem Hund, den man auch mal mit ins Restaurant nehmen konnte, ohne dass er auffiel oder gar die Einrichtung demolierte. An dem Tag, als mein Pferd Fee starb, wurde sie abgeholt (ja, ich hatte da eine richtig beschissene Zeit. Wer gerade mal ordentlich ins Taschentuch schnäuzen möchte: Fees Abschiedstext ‚Lauf, Fee, Lauf‘ steht HIER).

 

Das perfekte Zuhause –
aber gehen lassen ist dennoch nicht meins

Wir, also der Verein SOS Dalmatiner und ich, haben Dana hervorragend vermittelt, sie hat das perfekte Zuhause gefunden. Bei Menschen, die sich auf sie konzentrieren und drei Stunden am Tag durch den Wald spazieren. Das passte viel besser zu Dana, als wir mit unserem vollen Familien- und Pferdekalender. Wo der Hund zwar überall mit darf, aber dennoch eben ein Teil des Puzzles ist, nicht das Zentrum. Hart war es dennoch, Dana gehen zu lassen. Einmal einen Pflegehund haben war schön – und genug, das war meine Konsequenz.

 

Nie mehr ein Hund, der nicht bleiben wird.

Hündchen will immer küssen. Immer! Also ich finde sie bezaubernd.

 

Im Sommer irgendwann, als ich wieder mal Dalmatiner im Netz stalkte (wieder bei SOS Dalmatiner, die ich sehr empfehlen kann, HIER ist deren facebookseite), sah ich ein Bild von einer Hündin, das mir sofort gefiel. Ich saß auf dem Sofa, vom Bildschirm her schauten mich große runde Hundeaugen an, sehr direkt, gleichzeitig selbstbewusst und lieb. Ich zeigte das Bild meinem Mann, und der sagte nur: „Der passt zu uns.“

 

Nachts im Regen im Gewerbegebiet

Sie sah etwas dick aus, wie eine kleine, runde Murmel, eine Madame. Ein paar Wochen später stand ich mit meiner Freundin Merlyn auf dem Hinterhof einer Fabrik. Nachts. Im Regen. Knapp hinter einer Autobahn. Mit zehn anderen Leuten, die Leinen in der Hand hatten, aber keinen Hund. Das war sehr seltsam, so seltsam, dass ein Security-Mann irgendwann her spazierte, und fragte, was wir denn da vorhätten. Minuten später kam ein Transporter angefahren, bis oben voller Hundeboxen. Es regnete, eine Frau rief Hundenamen von einer Liste auf, trug mit das kleine dicke Hündchen in den Kofferraum, wünschte ihr ein schönes Leben – und ab diesem Moment hatte ich wieder einen Hund.

Als ob sie schon immer da gewesen wäre

Nun erlebten wir das Gegenteil von unserem Pflegehund. Dieser hier machte einfach sehr viel sofort richtig. So, als ob sie schon immer bei uns gewesen wäre. Sie ging am zweiten Tag mit ins Büro, sie ging an der lockeren Leine, war freundlich zu jedem Menschen und jedem Hund, verstand sofort, wo sie denn hin durfte im Haus und wo nicht.

Sie hat die größten treuesten Hundeaugen der Welt und einen entwaffnenden Charme. Ich weiß nicht, wie sie es schafft, aber sie hat eine meiner härtesten Hunderegeln aufgeweicht: Hunde dürfen nicht aufs Sofa. Galt bei uns immer schon. Doch diese hier, die zwinkert Dich an und drückt ihren Kopf an Dich und man hat den Eindruck, sie möchte am liebsten ein Schoßhund sein und in dich reinkriechen. Das mit dem Sofa hat sie so sehr schnell hinbekommen. Wenn man mit ihr schimpft, dann macht sie sofort, was man denn wollte, und kneift gleichzeitig ihre Augen zu einem Zwinkern zusammen. Sie wedelt dabei flach mit dem Schwanz, klappt die Ohren ab und es sieht aus, als ob sie sagen wollte: „Ooooch, das war doch alles gar nicht so gemeint, weißt Du doch, wir sind doch beste Freundinnen!“

 

Mein neues Lieblingsfoto. Danke Klara!

 

Nur wie sie heißen soll, das war lange ein Rätsel für uns. Pummelig, wie sie anfangs war, kamen mir erst Namen wie „Hummel“ oder „Robbe“ in den Sinn. Als sie dann schlank wurde (eine ganze menschliche Faust passt inzwischen in die Geschirreinstellung, die sie anfangs hatte, so viel hat sie abgenommen!) und auf einmal auch gern flitzte, statt zu schlendern, passte das irgendwie nicht mehr. Ihr Tierschutz-Name „Dalma“ als Abkürzung für Dalmatiner ging gar nicht.

 

Morgens bei unserer täglichen Runde.

 

 

Hündchen. Das passt.

Da es so lange dauerte mit dem Namen und uns, hörte sie irgendwann nur auf Pfeifen und auf ihren Kosenamen ‚Hündchen’. Sie ist nämlich sehr klein für einen Dalmatiner, und auch stämmiger. Vielleicht ist ein Beagle noch mit drin? Wenn sie ihren Kopf hebt und mit grollend-brummiger Stimme beginnt zu singen wie so ein Meutehund, denke ich, das könnte hinkommen.

 

 

Ich hätte übrigens gern schon mal häufiger Bilder von ihr auf Instagram gezeigt. Nur ist es für mich fast unmöglich, sie zu fotografieren. Sobald ich mich auf ihre Höhe begebe, kommt sie angelaufen und möchte mir ihre Schnauze ins Gesicht drücken.

 

 

Pia macht in der Stadt ebenso fein mit wie draußen auf dem Land. Meine Stadtstiefel sind ebenso von Ariat, und ich könnte jetzt wieder schreiben, ich habe sie ständig an. Haltet Ihr mich dann irgendwann für die neue Dauerwerbesendung? Es stimmt eben einfach. Sie sind großartig. Das Modell heißt Stoneleigh H2O.

 

Das macht sie mit jedem Menschen, von Anfang an. Menschen sind zum Liebhaben und Küssen da, das scheint für sie glasklar zu sein. Ich habe also relativ viele Bilder mit einer großen, nahen Hundenase drauf. Oder von mir und einem Hundekopf, der sich in meinen Pulli drückt. Portraitbilder gibt’s nur, wenn sie gerade schläft.

 

Weil Ihr meine peinlichen Alltagsgeschichten so liebt…
hier ist noch eine!

Nur das mit der Namenssuche, das zog sich. Irgendwann hieß sie eben „Hündchen“ für uns. Für uns passte das wunderbar, weil sie so schmusig und süß und klein ist. Einen Nachteil hat sie vielleicht. Sie ist recht eigenständig. Normalerweise nutzt sie das nicht aus, aber es gibt diese Ausnahmen. Wie den Moment, als sie mir im Park abhaute (Sie würde sagen: „Ach, bin ja nur mal vorgegangen!“), um die Abkürzung ins Büro zu nehmen, quer über eine Straße, und ich ihr hinterher lief, wegen dem Laufen nicht pfeifen konnte, und stattdessen „HÜÜÜÜÜÜNDCHENNNN!“ rief, mitten in der Stadt, „HÜÜÜÜÜÜNDCHENNNN!“, wie eine Idiotin, da dachte ich: Neee, wir brauchen doch noch einen anderen Namen. (Das habe ich jetzt extra für meine Leser, die die peinlichen Momente des Lebens hier so schätzen im Blog, hereingeschrieben. Tatsächlich: True story. Again.)

 

Jetzt heißt sie Pia. In Erinnerung an eine frühere Freundin, die auch so klein, quirlig, klug und irgendwie heile war. So ist nämlich auch Hündchen.

 

Stiefel in Laub.

Da wird kein Fuß kalt: Die Winterreitstiefel  Coniston H2O von Ariat sind wirklich sehr warm!

 

Ich kann das nicht mit Nike vergleichen. Ich wünschte mir, die beiden würden sich kennen. Manche Erinnerungen an Nike verblassen, ich kann dann nicht mehr unterscheiden, wer von beiden denn den Kopf auf diese oder jene Art und Weise hielt. Das gefällt mir gar nicht.

Ich weiß jedoch: Das ist ein wahnsinnig liebenswerter Hund, und ich bin so froh, dass sie jetzt mit uns lebt. Es ist nicht mehr so sehr mein Hund, wie Nike das war. Weil ich nicht mehr alleine bin, sondern wir eine Familie sind, in die dieser Hund gekommen ist. Aber es ist ein Hund, der sehr viel Liebe gibt und hier sehr geliebt wird.

Mit Pferden sein üben wir noch. Neuerdings darf sie mit an den Stall, ausreiten ist aber noch in weiter Entfernung.

Gib mir Schnürsenkel, lange, und ich bin verzückt. Tatsache.

 

Jetzt zum Gewinnspiel: Passend zum heutigen Nikolaustag bekommt Ihr ein Paar Stiefel von Ariat und mir! Und zwar welche, die einerseits wunderschön sind (ich liebe Schnürstiefel!), außerdem aber wahnsinnig praktisch, wenn man zwischen Hundespaziergang und Pferdestall pendelt. Sie sind dick gefüttert und richtig muckelig warm – also genau richtig für die Jahreszeit.

 

Ideale Winterreitstiefel zum Ausreiten

Ich habe die Stiefel namens Coniston H2O zum Spazierengehen im Wald ebenso wie zum Ausreiten an. Durch den Absatz kann man damit sicher reiten, und durch das gute Profil rutscht man auch als Fußgänger nicht aus. Wasserdicht sind sie auch.

Guter Schuh, nicht gute Steigbügel: Ich mag solche flexiblen nicht. Sie helfen nicht beim Federn in den Reitergelenken – das ist ein Trugschluss. Der Körper braucht eher inflexible, um die Sicherheit zu haben, selbst federn zu können. Sind aber halt an Ailenas Sattel dran. Muss das mal ändern.

Warme Füße beim Ausreiten

Als hier vergangenes Wochenende Schnee lag, hatte ich die Stiefel natürlich während des Ausreitens an. Und, tataa: Die Füße blieben warm! Da hinten ein Reißverschluss drin ist, geht das An- und Ausziehen trotz schicker Schnürung blitzschnell. Sie heißen ARIAT Coniston H2O  und kosten 359,90 Euro. Zu haben sind sie von Größe 36 bis 42,5  (ja, auch in halben Größen!) in braun oder grau. HIER könnt Ihr sie Euch ganz genau ansehen. Dadurch, dass die Schnürsenkel aus Gummi sind, kann man die Wadenweite echt gut regulieren. Was ich persönlich ja total nett finde: Die Stiefel kommen mit Stiefelspannern an, so dass man sie direkt auch ordentlich aufbewahren kann und sie lange schön bleiben.

Die Stiefel haben einfach alles, was man sich so wünschen kann von einem Winterreitstiefel: Sie sind wasserdicht, dick gefüttert, haben eine Profilsohle, haben sogar Sporenhalter und ich persönlich finde sie vom Fußbett her wirklich bequem. Und sie sind einfach superschön mit dieser tollen Schnürung! Also kann ich nur sagen: Daumendrücken für alle!

 

Wie Du gewinnen kannst

 

So kommst Du in den Lostopf: Kommentiere diesen Beitrag hier auf dem Blog und erzähle mir, wie oft Du draußen anzutreffen bist in Wald und Feld. So im Vergleich zum Hallen- oder Reitplatztraining. Alternative: Erzähle mir, ob es bei Dir auch einen Hund daheim gibt, also eine Pferde- und Hundeleidenschaft. Das Gewinnspiel startet am 6.12.2017 um 11 Uhr und endet am 11.12.2017 um 11 Uhr. Doppelte Chancen haben alle, die auf Facebook oder Instagram zudem noch einen der Beiträge, die auf diesen Blogpost hinweisen, kommentieren. Die oder der Gewinner wird hier in den Kommentaren bekannt gegeben. Alle genauen Gewinnspielbedingungen findet ihr HIER im Impressum. Ganz herzlichen Dank an Sarah von ARIAT für diesen ganz tollen Preis! Freue mich darauf, jemanden von Euch beschenken zu dürfen.

„Meinem Abarlo kann man in die Seele gucken“

Isabelle Gerfer ist 21 Jahre alt, reitet international S-Springen, studiert Architektur und startete gerade im siebten Jahr beim Salut-Festival in Aachen. Dieses Turnier ist DAS Nachwuchsturnier für Junge Reiter in Deutschland. In der S***-Prüfung und in der Gesamtwertung holte sie den vierten Platz. Ihr kennt Isabelle schon aus DIESEM Text hier, wo ich Euch erzählt habe, dass sie die Springausbildung von meinem Pony Chamonix übernimmt. Ein Gespräch über Herzenspferde, Sporterfolg und worauf man achten muss, um junge Pferde beim Springen nicht zu überfordern.

Frisch vom Salut-Festival: Abarlo und Isabelle Gerfer beim S*** Springen am ersten Adventswochenende 2017 in der Albert-Vahle-Halle in Aachen. Abarlo ist zwölfjährig von Ustinov x Concorde.  Foto: Fotografie Marx

 

Damit wir Dich sportlich ein bisschen besser einschätzen können – was war bisher Dein größter Erfolg?

Einmal den Nationenpreis reiten zu dürfen. Das war in Frankreich in diesem Jahr, 2017, im Frühjahr in Fontainebleau . Es war schon immer mein Ziel, die Deutschlandjacke zu tragen und einen Nationenpreis zu reiten.

Wie funktioniert das eigentlich, dass man so eine Teamjacke mit Adler drauf bekommt? Gibt einem die der Bundestrainer vor dem Start?

Man bekommt das Jacket aus Warendorf per Post geschickt. Das war ein sehr schönes Gefühl, machte mich stolz, dieses tragen zu dürfen.

Und wie hast Du abgeschnitten?

Ich war mit meinem Abarlo in der ersten Runde null, in der zweiten Runde hatten wir zwei Fehler.

Letzte Saison bei den Jungen Reitern: Isabelle Gerfer. Hauptberuflich übrigens Studentin der Architektur. Foto: Klara Freitag

 

 

Abarlo ist Dein Herzenspferd, hast Du mir mal erzählt. Was magst Du besonders an ihm?

Man kann ihm immer in seine Seele gucken. Ich glaube jeder, nicht nur ich. Und Abarlo gibt immer mehr als 100 Prozent für einen. Mit ihm hatte ich meine größten Erfolge, bin eben den Nationenpreis geritten und habe schon zwei Mal Weltranglistenpunkte sammeln können.

Momentan bin ich auf Platz 1600 auf der Welt, immerhin! Die nächsten 1000 Plätze werden wohl anstrengender!

 

(Sie lacht einmal laut auf, als sie von diesem 1600.sten Platz spricht, so als wäre das völlig irrelevant, so ein Platz ziemlich weit hinten.)

 

Wie bist Du denn an Abarlo gekommen?

Ich bin mit meinem damaligen Trainer zu Holger Hetzel gefahren, weil ich ein neues Pferd suchte. Als ich ihn ausprobiert, habe, das war ganz besonders. Ich hatte noch nie so ein Gefühl auf einem Pferd vorher. Da war Abarlo acht Jahre alt, jetzt ist er zwölf. Einerseits habe ich mich total wohl gefühlt auf ihm, und andererseits gedacht: „Auf einem Pferd das so ein Potential hat, saß ich vorher nie!“

 

Hast Du vermutet, der ist unbezahlbar?

Ich hab’ mir gedacht, warum lässt der uns den ausprobieren, dass ist doch bestimmt nicht unsere Preisklasse. Aber auch das passte dann doch. Mittlerweile aber ist Arbalo für mich unbezahlbar.

 

Warum denkst Du, durftest du ihn probieren und er blieb innerhalb Euren Budgets?

Ich glaube, die haben ihn unterschätzt. Er meinte später schon mal, falls ich ihn wieder abgeben wolle, solle ich mich melden. Aber was der für mich wert ist, kann keiner bezahlen.

 

Wir kennen uns ja, weil Du mein Pony Chamonix ans Springen heranführst. Was muss man vor allem beachten, wenn man junge Springpferde ausbildet? Oder generell junge Pferde springt, egal, ob Springpferd, oder nicht?

Man muss ihnen Sicherheit geben. Auch bei einem Fehler darf man da oben drauf nicht unruhig werden, sondern das mit Ruhe noch mal machen. Und man darf sie nicht übrefordern.

Making of: So sah’s aus während unseres Interviews in der Stallgasse! Foto: Klara Freitag

 

Überfordern hat ja viele Gesichter. An was denkst Du da besonders?

Viele junge Pferde zeigen sich lernbereit. Man muss aufpassen dass man selbst nicht mehr möchte, man sollte bei jungen Pferden eher einen Gang zurück schalten.

 

Kannst Du ein Beispiel nennen?

Klar, ein ganz aktuelles: Mein Fünfjähriger sollte heute Turnier laufen. Aber er wächst aber gerade so viel, dass er mit seinem eigenen Körper überfordert ist. Montpellier de Muze, so heißt er, ist hinten viel größer als vorn und hat gleichzeitig so viel Kraft bekommen, dass er gar nicht weiss, wohin damit. Er hat turniermäßig daher Winterpause, der darf erst mal fertig wachsen. Ich longiere und reite ihn, aber fahre nicht auf Turnier. Wann man solche Pausen braucht, ist von Pferd zu Pferd komplett unterschiedlich. Mancher ist schon fertig mit fünf Jahren, andere noch nicht.

Isabelle auf Chamonix – da saß sie das vierte Mal auf meinem Pony. Foto: Klara Freitag

 

Wir haben gerade Mitte Oktober, und Du hast zum vierten Mal mein Pony gesprungen. Sogar ohne Vorlegestange! Ich war überrascht, wie schnell das dann doch möglich ist, von der einzelnen Galoppstange auf dem Boden hin zu einem kleinen Steilsprung ohne Vorlegestange. Ist das ein typischer Ablauf?

Das ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich und kommt darauf an, wie die Pferde in der Balance sind und wie sie zum Sprung hingehen. Ich habe heute die Stangen davor weggenommen, weil sie sich gut vorschicken oder zurücknehmen lässt, daher geht es schon ohne. Andere Pferde, für die das schwieriger ist, brauchen eine Vorlegestange, damit sie auf jeden Fall passend kommen.

 

Wie lange dauert es denn ungefähr, bis ein Pferd, das einmal die Woche gesprungen wird, sich so gut eingefunden hat, dass man sagen kann, es hat etwas Erfahrung und kann selbst den Absprung taxieren? Du ahnst: ich würde gern wissen, wann ich oder jemand anders Chamonix auch mal springen kann, ohne sie zu verunsichern oder Deine Arbeit kaputt zu machen.

Auch das ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Chamonix ist von der Art her lieb und stellt sich gut an. Es gibt auch Pferde, die immer mehr Unterstützung brauchen. Bei ihr vermute ich mal, das sie nach einer Wintersaison ein bisschen Erfahrung hat und selbst die Sprünge besser einschätzen kann, also nicht ganz so viel Unterstützung braucht.

Isabelle rechts, ich links, schönes schimmeliges Frührentnerpferd oben! Foto: Klara Freitag

 

Eine Wintersaison klingt absolut machbar! Was sind denn Deine Ziele für das kommende Jahr 2018?

Eigentlich habe ich alles erreicht, was ich wollte. Ich war im Bundeskader, habe einen Nationenpreis geritten, habe seit einem Jahr mein Goldenes Reitabzeichen. Sogar Weltranglistenpunkte, daran habe ich nie dran gedacht! Ich hab’ zwar nur 45 Punkte – aber wenn man meinen Namen da angibt, gibt es mich! Ich hätte nie gedacht, dass ich in dem Sport so weit komme. Mama und Papa sind ländlich bis S geritten, aber ich habe nur an ländliche Turniere gedacht, nicht an Weltranglistenpunkte.

 

Mit auf der Tribüne beim Salut-Festival saßen auch Deine Eltern und fieberten mit. Du bist ein Familienmensch, nicht wahr?

Ja, meine Eltern fahren beide mit mir zum Turnier, ohne die fahr ich ungern. Reiten tun sie allerdings nur noch wenig – mein Vater noch beim Rosenmontagszug, aber das war’s dann auch!

Isabelles facebook-Seite findet Ihr hier: https://www.facebook.com/isabelle.gerfer

Und ihre Instagram-Seite mit aktuellem Springvideo von einer Nullrunde mit Abarlo vom Salutfestival hier:
https://www.instagram.com/isige/ 

Den Text über unsere Zusammenarbeit mit meinem Pony Chamonix hier auf dem Blog findet Ihr hier:

Die vielseitige Ausbildung – Chamonix lernt Springen

Die vielseitige Ausbildung – Chamonix lernt Springen

 

Macht sie das nicht schon prima? Reitponystute Chamonix mit Isabelle Gerfer im Sattel. Das ist übrigens ein dressurlastig gezogenes Reitpony! (FS Champion de Luxe x FS Don’t Worry). Vielseitige Ausbildung kann auch für Dressurponys zum Beispiel so aussehen.

 

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 Mit Reithosen-Gewinnspiel von KUDAMONO
Alle Fotos von Klara Freitag


Was ich unter vielseitiger Ausbildung verstehe – und wo man sich persönliche Grenzen eingestehen sollte, dem Pferd zuliebe.Dazu noch ein paar Peinlichkeiten, die ich dennoch wichtig zu erwähnen finde (unten im Text), und ganz viel Stolz für das Pony und Isabelle (von Anfang bis Ende des Texts).

Also: Die volle Ladung heute! Viel Freude dabei.

 

Was soll das Pony lernen? Alles. So einfach ist die Antwort. Meint für mich:

  • Eine vernünftige dressurmäßige Grundausbildung erhalten.
  • Gelassen bleiben, in jeder Situation.
  • Ins Gelände gehen.
  • Kinder schaukeln.
  • Als Handpferd gehen.
  • Die Arbeit an der Hand kennen lernen.
  • An Straßen entlang gehen.
  • An Traktoren vorbei gehen.
  • Springen.
  • Kinder auf ihrem Rücken voltigieren lassen.
  • Durchs Wasser gehen.
  • Ins Meer gehen.
  • Trabstangen und Cavaletti kennen.
  • Horsemanshipsachen mitmachen.
  • Ein bisschen Zirzensik.
  • Sich verladen lassen.
  • In der Gruppe draußen an jeder Position gehen.
  • Eine Kutsche ziehen, irgendwann.

Das Pony bleibt, wird ein Familienpony, und da ist die Liste eben lang. Ich könnte sie noch  ewig lange fortschreiben, die Liste. Aber ihr merkt, was ich meine. An einige Sachen konnten wir auch schon Haken machen: Sie hat das Meer kennen gelernt in diesem Sommer. Sie geht an jeder Position ins Gelände, sie lässt auf sich rumturnen, sie geht an der Straße entlang, sie lässt sich gut verladen. Ihr Charakter macht’s aber auch einfach. Sie ist einfach ziemlich gelassen, dabei fleißig und interessiert.

Vielseitige Ausbildung

Ich kann eine Menge ausbildungsmäßig selbst machen, bringt das eben so mit sich, die Pferdeerfahrung. Aaaaber: ich kann nicht alles selbst machen, perfekt schon mal gar nicht. Ich kenne meine Grenzen, und in dieser Liste liegen die ganz eindeutig beim Springen.

Das ist die genial geschnittene Reithose von Kudamono, die ihr gewinnen könnt. Ich habe sie so oft angehabt, in letzter Zeit, als ob ich gar nichts anderes im Schrank hängen hätte!

 

Springen ist an sich eine tolle Sache. Aber wenn man nur alle Jubeljahre mal springt, und am liebsten auf Pferden, die den Job in – und auswendig kennen, ist man meiner Meinung nach mal offensichtlich nicht die richtige Person, um das einem Pferd selbst beizubringen.

Ein Kinderpony für jegliche Situation

Das Springen gehört jedoch zu einer vielseitigen Ausbildung, finde ich. Es ist einerseits eine Bewegungserfahrung, die ich dem Pferd nicht vorenthalten will. Außerdem heißt unser Ziel: Ein Kinderpony für jegliche Situation ausbilden. Also soll sie natürlich auch das können.

 

Zu meinem allergrößten Glück steht meine Freundin Philippa mit ihren Isländern in einem Stall, in dem sehr viele Springpferde zuhause sind. Von einer Reiterin dieser Springpferde hat sie mir oft Gutes erzählt. Dass sie eine wirkliche Beziehung zu ihren Pferden hätte. Dass sie schön reitet. Gefühl habe. Und dass sie es kann, das Springen, natürlich. Kader der jungen Reiter, das spricht wohl für sich. Die wird sich wohl kaum vermetern, und das Pony unpassend zum Sprung bringen. Genau deshalb möchte ich das nämlich nicht selbst machen. Ich will jemanden, der Sicherheit geben kann und das Springen zu einer super guten Erfahrung fürs Pony macht. Diese Springreiterin heißt Isabelle Gerfer. Also habe ich sie gefragt, ob sie mein Pony springen mag, und juchu, sie wollte.

Seitdem habe ich ein neues Hobby mit Pony: den beiden zusehen. Jede Woche oder jede zweite treffen wir uns, und Isabelle bringt Chamonix das Springen bei. Ich lege Stangen auf und stehe daneben. Das mache ich gern: Es ist so schön, sein Pferd von unten zu sehen!

So haben wir angefangen

Das erste Mal gab’s noch keine Sprünge, sondern erst mal nur Galoppstangen. Isabelle zeigte ihr, wie sie sich im Galopp zurücknehmen lassen soll oder wie sie mit großen Galoppsprüngen die Distanz zwischen zwei Bodenstangen entlang galoppieren sollte.  Das zweite Mal ebenso, und  zusätzlich bauten wir ein kleines Kreuz auf. Ich war ich mir zu diesem Zeitpunkt nicht sicher, ob das wirklich so eine tolle Idee für das Dressurpony war (so ist sie nämlich gezogen, rein papiermäßig ist das ein Dressurpony). Es sprang, irgendwie. Aber das war es dann auch schon.

 

Mit Helfer unterwegs – auch mal schön, Fußgänger zu sein.

 

Genau an dieser Stelle, die noch ein paar Mal auftauchte, war ich wieder total glücklich darüber, dass Isabelle das macht. Denn sie kann einschätzen, ob das nun ganz normal für ein junges Pferd ist, das erste Erfahrungen macht, oder doch eher etwas untalentiert. Isabelle war jedes Mal zufrieden. Erfahrung ist eben unersetzlich. Sie weiß, wie im Springen unerfahrene Pferde wann wie reagieren.

 

Das ist Isabelle Gerfer, Springreiterin, faire Pferdefrau, Architektur-Studentin und sogar eine Reiterin mit Weltranglistenpunkten.

EY, Kein Ehrgeiz!

Als das Pony verstanden hatte, worum es geht, zog es an. Und zwar nicht nur in der Springstunde. Sobald da etwas in der Halle aufgebaut war, und ich nur ein bisschen so reiten wollte, ohne Springambition, hatte ich einen Düseblitz unterm Hintern. Und dachte an meine Liste da oben, mit all den Ausbildungssachen in Richtung Verlasspony mich-kann-nix-erschüttern-ich-bin-immer-brav. Gern hätte ich ihr zugerufen: „Hey Chamonix, Du sollst ein KINDERPONY werden, kein Springsport-Pony mit Feuer unterm Hintern!“

Was natürlich Quatsch ist. Ich selbst musste mich besinnen und alle Emotion rausnehmen, um sie schön ruhig und konzentriert zu bekommen.

Dennoch: Das Pony muss gar nichts!

An dieser Stelle muss ich kurz noch was sagen: Auch wenn ich da oben eine Liste geschrieben habe, und über das Springtraining berichte. An sich muss das Pony gar nichts. Es ist einfach da, und es wird gemocht, egal was es davon erfüllt, gut oder schlecht macht. Ich habe diese lange Liste da im Kopf, aber im Prinzip ist es gut so, wie es ist. So eine Liste ist ein schöner roter Faden – aber darf nicht mehr werden. Sonst macht es nämlich Druck, wie das Pony bitteschön zu werden hat. Es ist schön, wenn es wird und besser wird – aber es ist von Anfang an gleich viel wert und wird gut versorgt. Sie ist einfach eine wunderbare Ponystute – egal, wie sie ihre Vorderbeine zum Springen nun in einer schönen oder schlechten Manier nutzt, oder ob sie ruhig oder fleißig läuft. Die Grundeinstellung zum Tier beeinflusst das nicht!

Es half Geduld. Von Stunde zu Stunde lernt Chamonix mehr, zurück zu kommen, sich zurücknehmen zu lassen vor dem Sprung. Es sieht inzwischen so richtig nach Springen aus, man sieht ihren Eifer und ihren Willen. Sie schaut nach dem nächsten Sprung und möchte alles richtig machen.Wir haben den Eindruck, es macht auch ihr großen Spaß!

Am Sitz haben

Und es fühlt sich auch gut an. Als wir das letzte Mal dieser Tage was aufgebaut hatten, durfte ich auch mal ein Kreuzchen mit ihr springen. Als ich sie von Isabelle übernahm, merkte ich sofort, wie viel mehr Isabelle das Pony am Sitz hat. Viel mehr als ich! Gut, das zu fühlen, und gut, zu merken, was noch geht und wer einem helfen kann.

Good job!

 

Die Bilder, die ihr hier seht, sind am letzten richtig warmen Herbsttag entstanden. Ich glaube, man sieht Chamonix Ehrgeiz ganz gut, oder? Es scheint ihr Freude zu machen, sie peilt sofort die Sprünge an und schwingt sich mit ihrem Kugelbauch hinüber.

Die Jeansreithose von Kudamono

Hier kommt noch ein Geschenk von mir an Euch, oder besser gesagt: Nele Obst von der recht neuen Marke Kudamono hat eine Jeansreithose für Euch (HIER ist ihre Seite). Und diese ist der Hammer. Ich habe diese Hose so häufig angehabt in letzter Zeit, als ob ich sonst nichts im Schrank hängen hätte. Sie ist wahnsinnig bequem und genial geschnitten. Ich sehe wahrlich nicht in allen engen Jeans gut aus. Die Hose ist so genial geschnitten, dass ich mich darin egal aus welcher Perspektive ansehnlich finde (und wenn ich, dann würde das für Euch auch zutreffen).

Ein paar ehrliche (bisschen peinliche) Worte

Ich denke ihr wisst, dass ich sowas eigentlich wenig Thema hier ist. Also wie man aussieht in was. Um es mal ganz konkret zu benennen (und ja, ich find’s ein bisschen peinlich das zu sagen, aber genau um solch konkrete Infos geht’s doch in Punkto Klamotten, oder?!): Die Hose macht unsichtbar, dass meine Oberschenkel oben aneinander stoßen. Ohne irgendwie zu drücken. Versteht mich nicht falsch, Thema #bodyshaming und so: Ich finde meine Oberschenkel prima. Wir haben alle einen wunderbaren Körper, mal dicker, dünner, haariger, knochiger, runder, egal! Einen Körper, der uns gnädigerweise durchs Leben trägt, und er sieht eben nicht immer genau so aus, wie der Zeitgeist das am schönsten findet. Cool ist es dennoch, wenn’s mal eben hinhaut mit dem Zeitgeist. Finde ich zumindest. Und das kann die Hose, und ich find’s Hammer.

Mit dieser Hose war ich auf dem Pferd und im Kino

Dazu sieht sie noch so gesellschaftsfähig aus (wegen dem bisschen Silikon auf den Knien, statt Vollbesatz), dass ich mit dem Ding auf dem Elternabend, im Büro, im Kino, zum Essen und natürlich mit dem Hund und auf dem Pferd unterwegs war. Ich bin ehrlich begeistert. Also: Kann das nur empfehlen. Sie kostet 239,90 Euro  (HIER bekommt ihr sie).  Lohnt sich (spätestens, wenn man sie so häufig trägt wie ich!). So ganz nebenbei ist Nele Obst außerdem ein sehr angenehmer Mensch, der mit viel Sorgfalt dieses kleine, feine Label aus Hamburg aufbaut. Die Hose wird übrigens in Europa aus italienischem Denim produziert, also nix mit Asienware oder so. Finde ich super, und ich wünsche ihr ganz viele nette Kunden, die ihre Arbeit zu schätzen wissen.

 

Wo wir schon bei den Peinlichkeiten des ganz normalen Lebens sind: Ein kleines Detail, das mich davor bewahrt, weiße Watte statt Leckerli ins Maul zu stopfen. Die Hosentasche hat noch mal eine kleine Tasche nur von innen. Mir ist das nämlich wirklich schon mal passiert, ich habe mich vertan und dem Pferd einen Tampon gereicht – Schreck! Leckerli haben nun mal eine sehr ähnliche Form wie Tampons. „Worauf kaut das Pferd nur so lang rum?“ dachte ich, „und was ist da so weiß am Maul?“ True story. Und ja, das Pferd hat ausgespuckt und es ist ihm nix passiert.

 

So könnt Ihr die Hose gewinnen

Was Ihr tun müsst, um auch so eine Reithose zu gewinnen: Einfach hier in die Kommentare reinschreiben, 1. Was für Euch die eigenen Grenzen beim Pferd sind, und wo Ihr Euch Ausbilderhilfe holt, ODER  2. Mir den verrücktesten Ort nennen, an dem ihr mal in Reithosen aufgetaucht seit (Supermarkt zählt nicht, das ist ja wohl Standart!). Doppelte Gewinnchancen haben diejenigen, die mir und Kudamono auf Facebook und Instagram folgen und auch dort das Gewinnspiel kommentieren. Ihr Name wandert zwei Mal in den Lostopf. Das Gewinnspiel startet am 30.11.2017 um 14.30 Uhr und endet am 4.12.2017 um 24 Uhr. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird hier in den Kommentaren bekannt gegeben. Alle genauen Teilnahmebedingungen findet Ihr HIER über dem Impressum.

Bei Alizée Froment in Frankreich

Alizée Froment auf Mistral. Das Bild entstand auf unserem Reitkurs, zu dem sie die beiden P.R.E.s mitbrachte. Bilder von ihrem Stall in Frankreich findet Ihr auf der pferdia-Seite, HIER. Foto: Thomas Rubel

 

In diesem Monat stelle ich Euch Menschen vor, die in meinem ADVENTSKALENDER FÜR PFERDEMENSCHEN zu sehen sind. Und da darf Alizée Froment nicht fehlen. Auf einem Kalendertag ist sie gemeinsam mit ihrem Mistral zu sehen. Denn keine zeigt wie sie, dass es möglich ist, Pferde so am Sitz zu haben, dass Grand-Prix-Lektionen auf Halsring möglich werden. 

 

Wir haben uns inzwischen schon oft gesehen – auf Kursen, Messen und bei Ihr daheim. Für die Dreharbeiten des pferdia-Films von Alizée sind wir nämlich zu ihr gefahren. Gedreht haben wir diesen in ihrem elterlichen Stall in Südfrankreich. Wie das war, und wie sie überhaupt zu der Reiterin wurde, die sie heute ist, könnt ihr hier, in dieser Reportage, nachlesen.

 

Frühmorgens in Südfrankreich. Die Luft ist noch frisch, die Wege sind staubig, das heiße Wetter hat den Boden ausgetrocknet. Am Rand eines kleinen Dorfes liegt Alizée Froments Stall. Der erste Blick fällt auf Paddocks und Offenställe: dort wohnen die Ponys ihrer Mutter. Ein Streifen von akkurat geschnittenem, knallgrünem Rasen verbindet Reitplatz und Stallungen. Dort schauen ihre Hengste aus den offenen Fenstern. Umrahmt von pompösen, dunkelroten Vorhängen. „Ich mag es gern hübsch“, sagt Alizée, und ihr Erkennungszeichen, die Blume im Haar, ist auch an den Boxen integriert: dort, wo die Vorhänge gerafft sind, stecken Seidenblumen im Stoff.

 

Die WM der jungen Pferde

Hier in der Nähe von Nizza feilte Alizée Froment so lange an ihrem Talent, bis sie Weltklasse wurde. Heute ist sie Stargast großer Pferdeshows, sie reitet Grand-Prix-Lektionen nur auf Halsring und begeistert als Prinzessin mit wallendem Kleid in Freiheitsdressuren. Was viele nicht wissen: Zugleich startet sie international auf Grand-Prix-Dressurlevel mit ihrem P.R.E.-Hengst Mistral. Sie bildete den Hengst selbst aus, brachte ihn zu den Europameisterschaften der jungen Reiter, ihn auf Grand-Prix-Niveau. Fünf Jahre lang lag ihr Fokus auf dem internationalen Turniersport, in dieser Zeit ritt sie auch Di Magic OLD von Dimaggio auf den Weltmeisterschaften der jungen Pferde 2012 zum Sieg im kleinen Finale. Sie war viele Jahre lang die Nationaltrainerin der Pony-Dressurreiter Frankreichs, und hängte diese Tätigkeit nur an den Nagel, weil sie es zeitlich nicht mehr schafft, zwischen Auftrittsorten, Seminaren und ihren Pony-Reitern zu pendeln. Moskau, Lausanne, Barcelona, Malmö, Chicago stehen zum Beispiel auf ihrem Terminzettel.

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Sport und Show vereint

Ungewöhnlich ist nicht nur die Gleichzeitigkeit von Sportreiterei und Shows. Wenn Alizée Froment mit Halsring reitet, dann ist die Silhouette des Pferdes unverändert. Ihre Hengste Mistral und Sultan, egal welcher von beiden, gehen weiter durch den Körper, sie werden nicht lang oder fallen auseinander. Auf den Punkt genau traversiert sie, wechselt vom starken Galopp in die Galopp-Pirouette oder lässt ihr Pferd passagieren. Sie kann es einfach.

Wir sind hergefahren, etliche Stunden mit dem Auto voller Film-Equipment, um zu verstehen, wie sie ausbildet und woher sie dies alles kann. Wir, das ist das Film-Team von pferdia tv und ich als Autorin. Es soll ein Lehrfilm über Alizée entstehen und eine Homestory für die Reiter Revue. Eine Suche nach den Elementen der Ausbildung, die diese Leichtigkeit möglich machen.

Sultan bei uns während eines Kurses – es war die Generalprobe für seinen ersten öffentlichen Auftritt in der Freiheitsdressur . Foto: Thomas Rubel

 

Vor den Boxen steht ein Schimmel angebunden, Sultan, er ist ein P.R.E., ein Pferd der Pura Raza Espanol. Neun Jahre ist er alt und Mistrals Sohn. Alizée Froment steht auf einem Hocker und massiert seinen Rücken. Ihr Team, zwei junge Frauen, bandagieren den Schimmel, verlesen den Schweif. Jeder Handgriff scheint eingespielt, still ergibt ein Handschlag den nächsten. Dem Pferd flötet Alizée Froment ein paar freundlich klingende Worte zu. So sehr die Französin Blumen in der Dekoration mag und verspielte Bühnenoutfits: hier ist alles akkurat und durchgeplant. Nichts ist dem Zufall überlassen.

 

Sein Sohn – eine Herausforderung

„Sultan war mein schwierigstes Pferd bisher“, erzählt sie, während sie den Schimmel zum Reitplatz führt – er folgt ihr einfach, ohne dass sie den Zügel anfasst. So sehr sein Vater Mistral dem Menschen zugewandt ist, so sehr geht der Schimmel gern seine eigenen Wege. Wegen ihm erlernte sie die Freiarbeit, sie suchte eine Lösung, dieses Pferd auf ihre Seite zu bekommen. Jean-Francois Pignon lebt in der Nähe, vieles hat sie von ihm gelernt. Kürzlich ging der Schimmel seine erste eigene Show in Herning, Dänemark. Piaffen und Passagen zeigt er. Nur mit Halsring geritten, wie sein Vater. Irgendwann im Laufe der Vorführung stieg Alizée ab, der Freiheitsdressur-Teil der Vorführung begann. Das Pferd galoppiert frei um sie herum. Er bleibt auf das Kommando „Hop!“ in jeder Situation stehen. Ein Höhepunkt der Show ist, dass sie sich tanzend von dem stehenden Pferd entfernt und Sultan wartet, bis er auf Kommando auf sie zu galoppiert. Schwierig? Das ist nicht mehr sichtbar.

Auf dem Reitplatz daheim zeigt sie mit Sultan die Basis ihres Erfolgs: klassisches Dressurreiten. Sie hat einen beeindruckenden Sitz und hat jedes ihrer Pferde absolut an demselben. Lösen, Seitengänge einbauen, Tempiunterschiede: alles ganz konventionell. „Meine Pferde haben von Natur aus gar nicht so exzellente Grundgangarten“, sagt sie. „Das ist ausgebildet.“

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Die Pferde arbeiten durch den ganzen Körper

Wer einmal einen Reitkurs mit ihr beobachtet, stellt genau das fest: sie schafft es, dass jedes Pferd im Kurs innerhalb von zwei Tagen mehr durch den Körper arbeitet, über den Rücken geht und an Ausdruck gewinnt. Dabei achtet sie extrem konsequent darauf, die Pferde ehrlich vor den Schenkel zu bekommen und tatsächlich am äußeren Zügel zu führen. Schenkelweichen in jeder Gangart, Schultervor und Schulterherein, zahlreiche Übergänge – „Micro-Transitions“ nennt sie diese – sind wiederkehrende Elemente in ihrem Unterricht. Das wichtigste Werkzeug, um den Galoppsprung auszubilden, ist für sie der Außengalopp mit Innenstellung auf gebogener Linie. Sie achtet auf den steten Wechsel von versammelnder wie lösender Arbeit, „stretching work“ ist extrem wichtig für sie, und wenn das gut klappt, schallt ein „Yes, thiiiiis is it!“ mit stark französischem Akzent durch die Reithalle.

Im Ergebnis bekommt der Reiter das Pferd immer mehr an den Sitz. Genau diese Qualität, gepaart mit ihrer unglaublichen Genauigkeit, macht es ihr später in der Ausbildung möglich, auf immer mehr Ausrüstungsgegenstände zu verzichten, ohne den dressursportlichen Anspruch zu verlieren.

Was nach dem Grand Prix kommt

Es war die Suche nach einer Herausforderung, die Alizée Froment dahin brachte, etwas an der Zäumung zu verändern. Sie fragte sich, was da noch kommen könnte, in der Reiterwelt, nach vier Jahren im Grand-Prix-Sport? Sie experimentierte mit Mistral, ihrem dunklen Hengst. Sie ließ erst den Sattel weg, und ritt ihren Mimi – so sein Spitzname – einfach mal nur mit einem Pad. Der nächste Schritt war es, auf das Gebiss zu verzichten. Und der Halsring? „Ich kann nicht sagen, wie ich das entschied. So etwas passiert bei mir über Nacht. Ich werde wach und weiß: heute kann ich ohne Zaum reiten. Dann probiere ich es, und es klappt.“

Tatsächlich ist das erste Mal, bei dem Alizée ihren Mistral nur auf Halsring ritt, auf Video gebannt. Es ist das youtube Video, das 2014 viral wurde. So etwas hatte die Reiterwelt noch nicht gesehen. Eine internationale Turnierreiterin nimmt die Kandare ab und reitet Grand-Prix-Lektionen auf dem nackten Pferd! Das Video wurde in aller Welt geteilt. „Es ist ein hohes Risiko, die Trense abzunehmen. Du hast keine Notbremse. Er macht mit, weil er das möchte“, erklärt sie. Natürlich schuf sie zuvor die Grundlage mit Trense und Halsring gemeinsam: Jedes Pferd erlernt zunächst, auf ein Annehmen des Halsrings anzuhalten, sich zu stellen, zu biegen. Dabei ist der Zaum zur Sicherheit noch drauf. Doch das ist nur ein technischer Aspekt. „Der Kontakt zum Pferd muss allein über den Sitz und den Rücken funktionieren, vorher darf man nicht einmal daran denken, das Kopfstück abzunehmen!“ erklärt sie, „es muss möglich sein, das Pferd allein über den Sitz wieder in Balance zu bringen, in jeder Situation.“

Im alltäglichen Training wechselt sie zwischen Trense, gebissloser Zäumung und Halsring. Sie reitet auch aus und arbeitet ihre Pferde frei.

Konsequenz ist das Stichwort. Es gibt einfach nicht einen Übergang, wenn sie reitet, der nicht ordentlich ist. Woher das alles kommt, wird klar, wenn Alizées Familie beisammensitzt.

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Strenge und Nähe in der Familie

Mittagszeit. Mutter Carol hat Tische unter den Olivenbäumen am Stall gedeckt, karierte Tischdecken wehen, sie hat Couscous-Salat, Baguette und Käseplatten aufgetischt, dazu stehen Roséwein und Wasser bereit. Alizée Froments kleiner Bruder sitzt mit in der Runde, er ist als Springreiter unterwegs. Genau das tat auch Alizée, bis sie mit 18 Jahren in den Dressursport wechselte. Sie sind mit Pferden aufgewachsen, ihre Mutter veranstaltete Ferienfreizeiten mit Ponys. „Mir wurde oft vorgeworfen, dass ich zu streng sei in der Reitausbildung meiner Kinder“, sagt Carol Froment. „Doch sie durften genau wie alle anderen auch Reiterspiele reiten. Mir war aber wichtig, dass sie das ordentlich tun: in einer Pylonenreihe zum Beispiel mit fliegenden Galoppwechseln an den richtigen Stellen, und nicht einfach nur los.“ Von nichts kommt nichts. Im Familienalbum gibt es viele Bilder, die Alizée als mutiges Reiterkind zeigen, zum Beispiel, wie sie im Busch feste Hindernisse springt, die Beine ragen kaum über das Sattelblatt. Der kleine Bruder zieht einen Tag nach diesem Mittagessen in eine andere Stadt, um zu studieren. „Ich werde ihn vermissen, meinen kleinen Bruder“, sagt Alizée flötend und beugt sich zu dem groß gewachsenen Jungen herüber, der cool in einem Stuhl lehnt, die verspiegelte Sonnenbrille im Pilotenstil auf der Nase. Diese Familie ist eine Einheit, keine Frage.

 

Cadre Noir Training

Ihre höhere Dressurausbildung erhielt sie von Philippe Limousin, Ausbilder in der französischen Hofreitschule Cadre Noir. Hubert Perring, Teilnehmer der Olympischen Spiele in Hongkong, nennt sie ebenfalls als einen für sie wichtigen Ausbilder.

Nach der Mittagspause ist Pony Sparrow dran. „Ist er nicht wunderschön?“ fragt sie, und die Begeisterung über diesen 95-Zentimeter-Kerl ist ihr in jedem Augenblick anzusehen. „Er bietet am laufenden Band an, er ist so lernbegierig!“ Hinlegen, sie ohne Strick oder Zügel frei in jeder gewünschten Gangart umrunden, spanischen Schritt, hinlegen – das alles hat er in drei Monaten gelernt. „Als er kam, war er bissig“, erzählt sie, erst hier hat er gelernt, seine Energie auf angenehme Art und Weise zu nutzen. Während Alizée mit Sparrow trainiert, saust ihr Hund Youpla um den Reitplatz herum. Die Sheltie-Hündin hat Alizée nach dem Mary-Poppins-Film benannt.

Genau diese künstlerische Ader ist es auch, welche die Französin dahin geführt hat, die Showreiterei dem Sport vorzuziehen. Die Turnierstarts kann man jährlich an einer Hand abzählen, die Shows schon lange nicht mehr. „Wenn ich mit den Hengsten auftrete, fühle ich mich einfach zuhause und bin ganz bei mir. Die Turnierszene ist anders, die Atmosphäre ist angespannter und ich vermisse diesen kleinen Anteil an Freiheit und Verrücktsein, den die Welt der Künstler einem erlaubt!“

Alizée Froment reiste als Kind mit ihrer Mutter, die neben ihrer Ponyreitschule für das französische Fernsehen arbeitete, durch die Welt. Ein halbes Jahr Virgin Islands, ein halbes Jahr Indien. Auf Kinderzeichnungen hatten all ihre Pferde nach innen gebogene, spitze Ohren – so sehen nämlich Pferde der Rasse Marwari in Indien aus. Sie hat gelernt, Dinge intensiv zu tun, und über den Tellerrand zu gucken, ein Freigeist zu bleiben.

„Ich will nichts beweisen, ich sag nicht: mein Weg ist der einzig richtige“, erklärt Alizée Froment. Ihre Stimme ist leise, doch da ist ganz viel Präsenz. „Meine Reiterei ist einfach das Ergebnis meiner persönlichen Recherche, meine Suche.“ Sie sei einfach nur ein Mädchen aus Frankreich mit einer Blume im Haar. Das als Idealbild den Zentaur nennt: Halb Pferd, halb Mensch.

 

 

 

Mein kleiner Anteil: Einen Platz im Adventskalender für Pferdemenschen. Für den ich nur Reitbilder ausgesucht habe, die ich vorbildlich finde. Ob sie berühmte Pferdemenschen zeigen wie eine Alizée Froment, oder Privatpersonen – Gutes findet sich zum Glück auf allen Ebenen. Man muss allerdings ein wenig danach suchen.

 

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P.S.: Inzwischen ist Alizée zu ihrem Lebensgefährten in die Nähe von Prag gezogen, mit Mistral, Sultan und ihrem Pony natürlich. Sie hat eine süße kleine Tochter namens Louise, die im Spätsommer diesen Jahres geboren wurde. Die Reportage wurde erstmals 2016 in der Reiter Revue gedruckt

 

 

Drei Dinge, die man von Uta Gräf lernen kann

Uta Gräfs Mentalität hätte ich gern rezeptfrei in der Apotheke! Foto: Inge Vogel

 

Achtung, es folgt eine Lobeshymne. Eine, die ich mir gut überlegt habe und seit Jahren bestätigt finde.

Genau wegen den Sachen, die ich hier gleich aufschreibe, habe ich ein Foto von Uta Gräf für den Adventskalender ausgesucht. Das allerdings zum Extrateil zählt: Uta Gräf seht Ihr auf einer von   sechs Weihnachtskarten, die ihr zusätzlich eingebunden findet.

Auf dem Motiv dieser Weihnachtskarte des Adventskalenders (das ich hier nicht zeige :o)), reitet sie den Wallach Helios. Das ist ein Pferd, dass sie stets als ‚eigentlich ganz normal‘ bezeichnet – also kein Lampenaustreter, aber ein Pferd, das durch kontinuierliches Training von Jahr zu Jahr sichtbar schöner und besser wird. Man sieht an dem ausgesuchten Bild ganz viele Merkmale von gutem Reiten: Einen schönen Spannungsbogen, einen angehobenen Brustkorb, ein aktives Hinterbein. Ein zufriedenes Pferd mit einem zufriedenen Auge und Maul.

 

Und natürlich eine glücklich dreinblickende Uta Gräf. Da sind wir auch schon beim

 

1.Punkt :  Inspiration

Diese Fröhlichkeit in der Arbeit mit ihren Pferden zeichnet Uta Gräf aus. Das sieht man, und das hört man auch: In jedem ihrer Lehrfilme, wenn sie ihr eigenes Reiten kommentiert. Sie lobt ihre Pferde verbal, und freut sich merklich über jeden kleinen Fortschritt. Das äußert sie im Gespärch, aber das lebt sie auch einfach. Dabei ist eine Uta Gräf nicht weichgespült – sie kann auch mal deutlich zum Pferd werden und ist klar eine Sportlerin und keine Esoterikerin. Genau das macht es für mich aus, dass ich sie so vorbildlich finde: Handfest und dem Pferd konsequent zugewandt.

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Uta Gräf findet Ihr auch auf einer der sechs Extra-Weihnachtskarten, die im Kalender zu finden sind. Der Adventskalender für Pferdemenschen, im pferdia-shop HIER erhältlich für 16,99 Euro. 

 

Außerdem wäre da als

2. Punkt: Die Pferdehaltung und die Bodenarbeit

Etwas, was eben vielerorts noch überhaupt nicht selbstverständlich ist. Bei Uta Gräf gibt es Herdenhaltung für Sportpferde! Jeden Tag sind sie gemeinsam draußen, auch im Winter! Ebenso Bodenarbeit und Horsemanshiptraining für jedes Pferd.

 

All das macht die Arbeit im Sattel so viel leichter, sagt Uta Gräf immer wieder. Sie hat dafür ihren Mann, den Tierarzt Stefan Schneider, an ihrer Seite. Er reitet Working Equitation, ist für die Arbeit am Boden zuständig und trägt sicher dazu bei, dass der Blick über den Tellerrand gar nicht ausbleiben kann. Oder wem fällt spontan ein Dressurausbildungsstall ein, bei dem auch Hindernisse für Trails auf dem Hof stehen?

 

Ein witziges Detail (wo man auch schon wieder von ihr lernen kann) ist der

3. Punkt: Ruhe schaffen

Sie hat mir mal erzählt, dass sie beim Reiten nicht gern gestört wird. Sitzt sie auf dem Pferd, dann sind weder Anrufe noch Fragen des Teams – es sei denn, es brennt was – willkommen. Ich finde das gut, weil es zeigt auch: Dieses positive Sein braucht Platz und Regeln. Und: Das Pferd braucht die volle Aufmerksamkeit.

Außerdem ist Uta Gräf die ungekrönte Königin der korrekten Dehnungshaltung. Die vorbildlichste Sequenz, in Film festgehalten, wie so ein Herandehnen an den Zügel aussehen könnte, zeigt Uta Gräf mit Damon Jerome. Ich habe diese Sekunden schon so oft gesehen, und ich kann davor nur stets immer wieder gedanklich meinen Hut zücken. HIER klicken, dann könnt ihr das drüben bei pferdiasehen.

Für diese Kombination aus Haltung dem Pferd gegenüber, mentale Stärke auf dem Pferderücken und Sportreiterei, hat Uta Gräf mehr als Respekt verdient.

Mein kleiner Anteil: Einen Platz im Adventskalender für Pferdemenschen. Für den ich nur Reitbilder ausgesucht habe, die ich vorbildlich finde. Ob sie berühmte Pferdemenschen zeigen wie eine Uta Gräf, oder Privatpersonen – Gutes findet sich zum Glück auf allen Ebenen. Man muss allerdings ein wenig danach suchen.

Habt Ihr meinen ADVENTSKALENDER FÜR PFERDEMENSCHEN schon bestellt? Jetzt wird’s Zeit, ich habe das Gefühl, es zieht ganz schön an in Richtung Weihnachten. Wer ihn für 16,99€ bestellen möchte: HIER gibt’s ihn zu bestellen!

 

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