11 Tipps gegen das Winter-Motivationsloch am Stall

Weg, Nebel, Herbst, Motivationsloch

Motivationsloch Winter – das geht auch anders. Mit diesen Tipps huschst Du demnächst frohlockend zum Stall. Egal, wie es draussen aussieht. Alle Fotos: Klara Freitag


Mit Roeckl-Handschuhen für Euch
(Werbung)

Es ist Winter, und die Motivation, zum Pferd zu fahren sinkt gegen 17 Uhr dramatisch. Feierabend, Du guckst raus und siehst schwarz. Dunkel, kalt. Lust zum Stall aufzubrechen: Tendiert gegen Null.

Kennt glaube ich jeder, kommt irgendwann in der dunklen Jahreszeit garantiert. Bevor ich Euch meine Tipps verrate, kleine Warnung: Es gibt wieder einen wunderbaren Gewinn in diesem Text! Nämlich fünf Paar Reithandschuhe von Roeckl – mehr darüber: siehe unten. Damit enthält dieser Text Werbung, das will gesagt werden!

 

Also: Meine Tipps, das winterliche Motivationsloch zu überlisten:

1. Reitklamotten an den Stall legen. Damit man sich nicht daheim umziehen muss. Weil: Jede Tätigkeit vor der Abfahrt verzögert diese. Denn sie gibt dem inneren Schweinehund die Chance, seine Argumente vorzutragen. Einfach den Schlüssel nehmen und ins Auto steigen – das ist einfach, man muss nur einen Fuß vor den anderen setzen.

2. Vom Job direkt zum Stall. Nicht zuhause anhalten. Weil: siehe oben.

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Hand mit Trense, Thema Winter Motivationsloch

Winter kann so hübsch ausschauen! Alle Fotos: Klara Freitag

 

3. Bisschen sozialer Druck. Verabredet Euch. Ich mache das demnächst fürs Joggen mit Stirnlampe. Da bellt mein innerer Schweinehund nämlich noch lauter, als beim Reiten.

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4. Helligkeit tanken. Solarium nur fürs Licht tanken nutzen (ich meine eins für Menschen, liebe Reiterleute!). Denn wenn man zu wenig Helligkeit abbekommt im Winter, leidet die Laune und Motivation. Diesen Tipp fand eine Freundin vom mir allerdings furchtbar, sie sagte: „Kommt nicht gut, wenn man mal eine Hautkrebsdiagnose hatte.“ Gesund ist das sicher nicht, stimmt. Eine Tageslichtlampe tut es sicherlich auch.

5. An das Gefühl beim Reiten und danach denken. Eigentlich ist es immer super am Stall. Oder im Sattel. Wenn man einmal draußen ist, ist es gar nicht mehr schlimm.

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6.  Mädchenzeug: Ich liebe es, wenn ich einen Thermobecher für den Weg mitnehmen kann. Einen, der hübsch anzusehen ist, und der mich auf meinem Weg begleitet. Manchmal ist Milchkaffee drin, manchmal Yogitee, manchmal Früchtetee. Macht irgendwie alles leichter.

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7. Einen Anschlusstermin machen. Serie gucken danach, zu zweit. Es hilft, überhaupt erst mal los zu fahren zum Stall, weil man weiß, dass man nicht endlos Zeit hat. Vorfreude auf Sofa mit Kuscheldecke ist garantiert.

8. Oder aber genau das konträre: Wissen, danach hast Du gar nichts mehr vor, und Du kannst Dir so lange Zeit beim Pferd lassen, wie Du nur willst. Hilft bei mir beides, kommt auf meine Laune an.

9. Dieser alte Spruch stimmt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung.“ Es macht einen irren Unterschied, ob ich meine perfekten Stallstiefel anhabe, oder nicht. Ob ich die Strickmütze mit Fleece auf meinem Kopf sitzt, oder ich nur meine Kapuze übergestreift habe. Ob ich die richtigen Handschuhe mit habe, oder die vergessen habe. Nachlässigkeit in der Kleidung verdirbt es wirklich, weil man nach einer halben Stunde friert.

 

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Das da rechts im Bild ist übrigens eine Stute, die ich ganz nett finde! Nicht Fee, bisschen größer ist sie und auch sonst ein anderer Typ. Aber auch nett! Alle Fotos: Klara Freitag

 

10. Apropos frieren: Meine Skihose liegt im Winter immer im Spint. Die ziehe ich über die Reithose, während ich das Pferd fertig mache und Sachen vorbereite. Ist auch gut für den Körper, weil alle Muskeln schön warm bleiben, bis man auf dem Pferd sitzt.

11. Pferdedecken: Ich habe eine uralte Pferdedecke, die ich im Winter am liebsten zum Warmreiten nehme. Sie ist aus ganz dickem Dralon, und ich wickele sie mir beim Schrittreiten um die eigenen Oberschenkel. Viel besser, als die zwei schicken anderen Fleeceabschwitzdecken, die in meinem Schrank liegen.

Mit welchen Tipps überlebt ihr die dunklen, kalten Monate am Stall? Ich bin gespannt und freue mich auf Eure Antworten!

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GEWINNSPIEL

Ihr könnt die Handschuhe, die auf den Bilder zu sehen sind, gewinnen. Gemeinsam mit Roeckl verlose ich 5 Paar des Modells Winchester (HIER sind mehr Infos darüber zu finden). Im Geschäft kosten diese 44,90 Euro. Garantie, da von mir getestet: Es sind Winterreithandschuhe, aber so dünne,  dass man damit super reiten kann, und zwar nicht nur im Gelände. Ich habe nämlich alle Wintermodelle ausprobiert und habe einige zurückgeschickt, die ich wunderschön fand. Einfach, weil sie mir zu dick waren. Roeckl war ganz schön geduldig mit mir! Dieses Modell ist dünn, winddicht, leicht gefüttert und damit richtig klasse, finde ich. Übrigens nutze ich ein anderes, dickeres Modell namens Warwick schon seit Jahren für Ausritte. Die sind aus Polartec, das ist in meinen Laienaugen eine Kreuzung aus Fleece und Softshell, das beschreibt es ganz gut, fachlich korrekt ist das aber bestimmt nicht. So stehen sie aus, HIER klicken. Auf die bin ich gekommen, weil meine Tochter die Kinderversion davon hatte. Ich war wirklich so neidisch auf diese so kuscheligen Dinger (der Stoff ist innen so angerauht), dass ich mir auch welche gekauft habe. Für die Arbeit auf dem Platz und in der Halle waren sie mir aber immer zu dick – und dafür ist jetzt endlich eine Alternative gefunden! Das Gewinnspiel startet am 08.12.2016, 8 Uhr, und endet am 13.12.2016, 10 Uhr. Alle Gewinnspielbedingungen findet Ihr HIER.

Wer beim Gewinnspiel mitmachen möchte, folgt alifewithhorses auf facebook und beantwortet hier in den Kommentaren die oben gestellte Frage: Mit welchen Tipps überlebt ihr die dunklen, kalten Monate am Stall? Ich bin gespannt und freue mich auf Eure Antworten!

 

Reiter für Afrika

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Friederike Heidenhof und Ausbilderin Uta Gräf stehen für die Initiative „Reiter für Afrika“. Friederike Heidenhof ist die Co-Autorin von Uta Gräf. Sie fährt mehrfach im Jahr (auf private Kosten) nach Tansania um die Projekte dort zu unterstützen und voranzutreiben. Foto: www.reiter-fuer-afrika.de

DAS HIER IST:

DIE BLOGGERPARADE REITER FÜR AFRIKA
10 ONLINEMAGAZINE UND BLOGS SCHREIBEN FÜR KINDER IN TANSANIA
pferdiathek+ehorses+pferdeflüsterei+procavallo+herzenspferd+tash horseexperience+ Mein täglicher Wahnsinn mit einer Pferdeverrückten+Lara Krabichler+ Fühlend Reiten+alifewithhorses

 

Was ist Reiter für Afrika?
Diese Initiative gehört zum Verein ‚Partnerschaft für Afrika‘. Dieser gemeinnützige Verein hat bisher ein Haus für HIV-Waisen und eine Grundschule in Tansania aufgebaut. Sie unterstützen Behinderte in Tansania und stellen gerade eine weiterführende Schule fertig. Gegründet wurde der Verein von Friederike Heidenhof, der Co-Autorin von Uta Gräf. Das ist dann wiederum die Verbindung zum Reitsport! Weil wir das unterstützenswert finden, hat jedes der oben genannten Magazine und Blogger einen Beitrag für Reiter für Afrika geschrieben. Meiner ist dieser hier:

 

WARUM ICH EIN EGOIST BIN. 

Es ist Nikolaustag. Beschenken, jedes Kind, Ihr kennt das.

Wisst Ihr, worauf ich seit Jahren keine Antwort habe? Warum das okay ist, mit den Pferden. Hunderte Euro, die jeden Monat durchgereicht werden. Hunderte Euro und extrem viel Mühe, Arbeit und Liebe. Meine einzige Antwort darauf ist: Leidenschaft. Es geht nicht ohne.

Das ist keine Antwort, die etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat, oder die gar moralisch wäre. Null.

Es ist eine wahnsinnig egoistische Entscheidung, Pferde halten zu wollen.

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Eines der Waisenkinder, die über das Projekt von Friederike Heidenhof ein Zuhause finden. Mehr Infos hier: www.reiter-fuer-afrika.de.

 

Alleine das, was ich an Kursen und Unterricht ausgebe: Würde ein Kind in Tansania komplett finanzieren. Locker. Für ein ganzes Jahr. Meine Boxenmiete: Würde monatlich einen Rollstuhl stellen (der ist in Afrika nicht so teuer, 200, 300 Euro etwa).

Mir wird flau im Bauch, wenn ich rechne

Es behagt mir nicht, wenn ich diese Vergleiche weiter durchgehe. Mir wird flau im Bauch und ich möchte da nicht hingucken. Doch immer, wenn es anfängt, weh zu tun, ist genau das die richtige Stelle, um genau hinzusehen.

Scheisse, ja, wir leben im Luxus.

Ich kann mir mein Leben ohne Pferde nicht vorstellen.

Natürlich bin ich nicht die einzige. Jeder, der ein Pferd hält, hat im Grunde diese Entscheidung getroffen: Geld für meine Leidenschaft auszugeben, statt für jemanden weit weg, der es nötiger hätte.

Natürlich geben andere Menschen, denen es auch gut geht, auch für alles mögliche Geld aus. Beim einen ist es der Autospleen, beim nächsten die Mode, beim Nachbarn die Urlaube, bei manchen einfach alles gleichzeitig. Es wird immer auch Leute geben, die mehr Geld haben als ich, die noch mehr Geld für Pferde oder sonst eine andere Leidenschaft ausgeben.

Ich: Pferdeliebhaber.
Ich: Egoist.

Dennoch: Ich handle egoistisch. Ist so, machen wir uns nichts vor. Ich kann mich nicht weiß waschen, ich bin ein Mensch, der seinen Idealen nachhängt, und Pferdeliebe gehört dazu.

Mein Gewissen wird auch keine monatliche Spende erleichtern. Denn: Es gibt ja hunderte Sachen in unserem Alltag, die eigentlich nicht nötig sind. Bereit, die alle abzuschaffen, bin ich nicht.

Was ist Reiter für Afrika?
Fakt ist aber auch: Ich werde es noch nicht mal spüren, das Geld für einen Möhrensack im Monat oder einen Futtersack im Monat zu spenden. Zum Beispiel an  Reiter für Afrika, HIER ist deren Seite. Die Organisation ist von der Co-Autorin von Uta Gräf ins Leben gerufen worden. Der gemeinnützige Verein hat ein Haus für HIV-Waisen und eine Grundschule in Tansania aufgebaut, gerade stellen sie eine weiterführende Schule fertig. Ich vertraue denen, weil die so klein und übersichtlich sind, dass ich weis, was genau ich damit unterstütze. Weil sie trotz kleinem Projekt lange dabei sind und einfach gute Arbeit machen. Darüber habe ich HIER im Online Magazin der pferdiathek schon viel geschrieben (und das Logo prangt auch schon lange in der Seitenleiste hier im Blog!).

Verstehen wir uns nicht falsch: Das Spenden  verbessert meine persönliche Bilanz weder moralisch noch finanziell.

Was zählt

Aber auf der anderen Seite, da unten in Tansania, da verändert das etwas. Diese paar Euro machen nämlich einen gewaltigen Unterschied. Den zwischen Armut oder einem akzeptablen Leben. Essen, Bildung, Beruf, Gesundheit. Und darum geht’s.

Das allein zählt.

Ein Kind weniger, das in der Prostitution landet. Ein Kind weniger, das nicht weiss, wie es die Geschwister satt bekommt. Ein junger Mensch weniger, der sein Leben im Mittelmeer riskiert, weil er nicht sieht, wie er zuhause klar kommen soll.

Mein Möhrensack ist unterwegs. Wie sieht es mit Deinem aus?

 

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Reiter für Afrika findet ihr auch auf Facebook, die Seite heißt Partnerschaft für Afrika, HIER.

 

Das da oben ist mein Beitrag zur Bloggerparade. Gemeinsam mit Friederike Heidenhof habe ich nämlich zu dieser aufgerufen. Wir freuen uns so sehr, dass so viele mitmachen! Hier findet Ihr die weiteren Beiträge der Bloggerparade zugunsten von Reiter für Afrika:

Tanja von Tash Horseexperience erzählt darüber, wie wenig Menschen tatsächlich miteinander kommunizieren im Alltag. Und davon, dass Pferde Meister der Kommunikation und Empathie sind. Von denen wir auch in diesem Punkt viel lernen können. HIER zu lesen.

 

Tina von Procavallo erzählt, wie sehr sie sich vor Jahren faire Dinge für ihr Pferd gewünscht hätte. Und dass diese Suche schließlich dazu führte, einen eigenen Shop zu gründen. Eben die Welt ein Stückchen besser zu machen. HIER zu lesen.

 

Tjorven von ehorses gewährt uns einen Einblick in ihren persönlichen Pferdealltag. Sie erzählt, warum seit ihrem zweiten Pferd nur noch Ebbe in der Geldbörse und auf dem Zeitkonto zu finden ist. Und warum das dennoch genauso sein soll! HIER zu lesen.

 

Petra von der Pferdeflüsterei erzählt, warum wir von unseren Pferden umso mehr geschenkt bekommen, wenn wir freizügig geben. Freude, Motivation, Aufmerksamkeit! HIER zu lesen.

 

Im Magazin der pferdiathek erzählen wir (wir, weil ich da auch schreibe), warum wir Reiter für Afrika unterstützen. Denn die Verbindungen sind eng, mit Uta Gräf macht pferdia tv seit Jahren Lehrfilme, und Friederike Heidenhof ist als Co-Autorin und Pferdebesitzerin bei Uta sehr oft dabei! Im Magazinartikel ist auch ein Film aus dem Projekt in Tansania zu sehen. HIER zu sehen.

 

Christina von Herzenspferd hat sich überlegt, dass sie weniger Geld für Reitbücher ausgeben möchte – und stattdessen etwas abgibt. HIER erzählt sie davon.

 

Laura von Mein täglicher Wahnsinn mit einer Pferdeverrückten erzählt davon, wie dieser Balanceakt mit Pferd und Geld so aussieht. Schonungslos und augenzwinkernd, wie man es von ihr kennt. HIER geht es zu Laura.

 

Lara erzählt aus der Sicht einer Schülerin, wie sie das Projekt Reiter für Afrika sieht. Geradeheraus und so, dass man mit dem Kopf nicken möchte. HIER ist ihr Blog namens larakrabichler zu finden.

 

Jayanthi von Fühlend Reiten ist auch mit dabei, ich bin schon gespannt, was wir bei ihr lesen werden! HIER ist ihre Seite zu sehen.

Die direkten Seiten des gemeinnützigen Vereins heißen: www.fb.com/Partnerschaft-für-afrika, sowie www.reiter-fuer-afrika.de.

Wer jetzt gezählt hat: Die Nummer 10 bin ich selbst!

Ich danke allen Bloggern sehr! Herzlichen Dank dafür, dass Ihr Euch für dieses Projekt habt begeistern lassen. Danke, dass Ihr Zeit und Mühe für die Beiträge verwendet habt. Ich bin mir sicher, dass durch diese Aktion weit mehr Menschen von Reiter für Afrika erfahren – und genau darum geht’s.  Eine schöne Vorweihnachtszeit Euch allen! Jeannette

Die Packliste für Reitkurse

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Hat sich auf Reitkursen bewährt: dicke Kissen, Decken und Filzaufleger für die Stühle mitnehmen. Noch mehr Ideen zum Warmbleiben: siehe unten! Fotos: Klara Freitag

 

Was Du auf jeden Fall einpacken solltest.

Hier kommt die ultimative Liste für Reitkurse. Schließlich ist das Winterhalbjahr die Hochzeit der Seminare und Kurse. Geschrieben habe ich diese Liste für Euch, weil ich zu jedem Kurstermin eine neue To-Do-Liste schreibe. Die ich dann brav abarbeite. Geht auch einfacher. Hier, für alle, meine mehrfach getestete Liste zum Abhaken: 

 

Für Zuschauer + Reiter

 

–       Thermoskanne

–       Tee

–       Stifte, die bei Kälte schreiben

(Bleistift statt Kugelschreiber oder gleich Mobiltelefon oder Laptop, Mobiltelefon nur in Verbindung mit Handschuhen, die touchscreengeeignet sind)

–       Ski- oder Snowboardhose

(hat mich schon durch etliche Hallenstunden gerettet – ihr werdet an mich denken, wenn ihr die das erste Mal mitnehmt!)

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–       Decken

–       Mehrere Knick-Handwärmer, falls ihr so richtige Frostbeulen seid

–       Warme Schuhe (Wechselschuhe für’s Zugucken statt Reiten, Thermo-Reitstiefel sind gut, Snowboots sind gut)

–       Unterlage für die Füße

(Hallensand lässt die Kälte von unten hochziehen. Schon eine Alu-Wanderunterlage hilft sehr. Eine Isomatte tut es aber auch)

–       Akku fürs Mobiltelefon

–       Taschenlampe oder gute Taschenlampen-Funktion am Mobiltelefon

–       Speicherplatz auf dem Telefon und auf der Kamera (falls ihr eine mitnehmen wollt)

–       Müsliriegel, Schokolade

–       Taschentücher einpacken (einer weint immer)

–       Bargeld (wird spätestens vermisst, wenn der Pizzaservice angerufen wird)

 

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Für Reiter

 

–       2 Halfter (immer eins auf Reserve im Anhänger)

–       2 Stricke (siehe oben)

–       2 Abschwitzdecken

–       Stalldecke

–       Eigenes Heu / Heunetze bei Bedarf

(ich nehme immer eigenes mit, wenn ich den Stall noch nicht kenne – was gutes Heu ist, wird sehr unterschiedlich beurteilt)

–       Kappe

–       Handschuhe

–       Trense bzw. Kandare

–       Sattel + Gurt

–       Schwamm zum drüberputzen plus Sattelpflege

–       Babylotion-Tücher, falls es schnell gehen soll

–       Transportgamaschen, Schweifschutz

–       Beinschutz (Gamaschen, Bandagen) je nach Bedarf

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–       Reiseapotheke fürs Pferd

(je nach persönlichen Favoriten. Bei mir ist zum Beispiel auf jeden Fall Betaisodona-Creme und ein antispeptisches Spray drin, bei anderen dürfen die Notfall-Bachblütentropfen nicht fehlen)

–       Putzzeug inklusive Schweifspray

–       Spezielles Equipment je nach Kurs

(Kappzaum, Knotenhalfter, divers lange Gerten, Sporen, Handschuhe, Schutzweste)

–       Mistboy

–       Verschließbare Plastikboxen für Kraftfutter

–       Das Futter selbst auch einpacken ;o)

–       Zettel für die fremde Boxentür, auf der die wichtigsten Nottelefonnummern rund um das eigene Pferd stehen: Eigene Nummer, zweite Notrufnummer, Tierarzt, Schmied

–       Etwas, womit man diesen Zettel an der Boxentüre befestigen kann (zum Beispiel gelochte Plastikhülle + Heukordeln)

 

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Außerdem wichtig:

–       Vorbereiten. Sprecht vorher ab, wer Eure Einheit filmt oder die wichtigsten Tipps des Ausbilders für Euch aufschreibt.

–       Notizen machen. Plus Bilder. Denn: auch wenn man im Kurs alles ganz logisch findet und überzeugt ist, dass man das alles ganz genau behalten wird –  es geht gar nicht. Dafür sind es zu viele Stunden an Stoff. Spätestens nach fünf Tagen weiß kaum jemand noch auswendig, an welcher Stelle denn dieser ach so sinnvolle Spruch kam, den man sich unbedingt merken wollte.

–       Zeit nehmen. Man lernt so viel mehr, wenn man sich zwei Tage Zeit nimmt, und eine Entwicklung der Teilnehmer beobachten kann. Rein- und raushoppen geht auch, um einen Eindruck zu erhalten. Aber zwei Stunden zuschauen und dann wieder in den eigenen Alltag hüpfen, das kann eben nicht mehr leisten, als einen klitzekleinen Eindruck zu geben.

 

 

Weshalb Ponys die besten Seelentröster sind

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Genau um die hier geht’s. Übrigens ist dieses Bild das beliebteste von allen auf Instagram. Ward ihr da schon mal, auf unserem Insta-Account? Klaras schönste Bilder und immer mal wieder welche, die ich zwischendurch mache. Heißt alifewithhorses_de. Foto: Klara Freitag

 

 

Letztens im Wald. Wir ritten so dahin, und unterhielten uns über eine Offenstallgruppe bei uns am Stall, die sich ganz prächtig versteht. Es sind alles Jungs und alles Isländer. Jeden Vormittag spielen sie, knutschen sich manchmal nur mit den Oberlippen ganz sachte (tatsächlich!) und liegen mittags ausgestreckt da und einer hält Wache.  Es ist einfach nur eine Freude, ihnen zuzusehen.

 

Irgendwann sagte der Mensch im Sattel neben mir: „Weißt Du, letztens, da ist mir was ganz Wunderschönes dort passiert. Ich kam in den Stall und mir ging es gar nicht gut, ich war völlig niedergeschmettert. Dann bin ich in den Stall der Jungs gegangen und habe mich da hingehockt, weil ich meinen Wallach immer so anlocke. Und dann sind sie alle zu mir gekommen! Alle standen mit den Hälsen abgesenkt um mich herum, und dann kam die Stallkatze noch dazu und hat sich an meine Beine gedrückt.“

 

Pferdenasen und Katzenfell.
Der perfekte Trost.

 

Manchmal reicht es einfach, da zu sein. Für diese Pferde-Glücksmomente braucht man noch nicht mal etwas können.

 

Nicht hervorragend longieren können.

Kein Meister in der Arbeit an der Hand sein.

Keine Jungpferde ausbilden können.

Kein Horsemanship-Experte sein.

Du musst noch nicht mal einigermaßen gut reiten können.

 

Du bist einfach da, und das Pferdeglück kommt zu Dir.

 

Hach. Die beste Medizin.

 

P.S.: Wer jetzt auf Instagram HIER gucken war, weiss schon, dass ich geschrieben habe, ich war ewig nicht mehr im Wald reiten. Warum das so ist, erzähle ich Euch ganz bald hier.

6 Dinge, die ich in dieser Saison gelernt habe

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Große Liebe: für dieses Pferd und für diese Herbstsonne!

 

Fotos: Klara Freitag
Mode: Cavallo

Die Pracht blitzt nur noch an manchen Ecken hervor. Die Felder unseres Nachbarhofs sind fast abgeerntet, reife Kürbisse liegen herum. Orange Farbtupfer, die wirken, als ob sie laut „Erntezeit!“ rufen wollten. Ich mag das da total, auf unserem Nachbarhof, und habe mir das ganze Jahr schon gewünscht, dort Fotos zu machen. Als wir mit den Pferden zwischen den Gemüsebeeten entlang gingen, kam mir der Gedanke, dass es ja ebenso für uns Pferdeleute das Ende der Saison ist.

 

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Die Turniersaison – vorbei für diejenigen, die sonst jedes Wochenende auf einer anderen Wiese ihren Anhänger parken. Die Wald- und Wiesenreiter vermissen die langen hellen Abende da draußen. Die Weidesaison ist vorbei, und das dunkle Ding namens Winter beginnt.

Der Herbst ist die beste Zeit ist, um ein Resümee zu ziehen. Mal mit Abstand zu schauen, was das Jahr gebracht hat, was es mich gelehrt hat. Was es mein Pferd gelehrt hat. Ich habe mir das mal aufgeschrieben. Wegen Dankbarkeit und so. Und um zu sehen, was für Glückskinder wir eigentlich sind.

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Vorweg noch wichtig: Dieser Text hier enthält Werbung. Auf den Fotos seht Ihr Cavallo-Klamotten, und – tataaaa! – ihr könnt daher auch etwas aus der Kollektion gewinnen. Diesmal verlose ich die Winterstiefeletten, die Lotta und ich auf den Bildern tragen. (Ja, natürlich nicht unsere, sondern nagelneue, klar!)

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Beim Gewinnspiel möchte ich wissen, wie Eure Saison so war – und ich freue mich schon sehr auf Eure Kommentare! Mehr dazu ganz unten. Ich mach’ den Anfang: Hier sind meine lehrreichsten & besten Momente.

 

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Mit Lotta Fotos machen, bedeutet, ständig lachen zu müssen. Selbst, wenn man einen schweren Eimer Fallobst auf Tore hebt! (Warum, habe ich auf Instagram erzählt.)

 

  1. Dankbar für diese kurzen Episoden, die sich ins Reiterhirn einprägen. Die, wo es auf einmal Klick macht. Ich hatte solche Momente mit Alizée Froment im Unterricht, als sie mich krass über meine Komfortzone geschoben hat (hier habe ich davon erzählt). Dann mit Hannah Engler letztens in der Vorbereitung zum Elaine-Butler-Kurs. Sie korrigierte meinen Sitz, und auf ein Mal war da diese halbe Runde Galopp, in der sich alles auf einmal besser anfühlte: Das Pferd groß, rund, auf dem Hinterbein. Wegen solcher Momente reite ich. Weil dann auf einmal alles leicht wird, und zugleich größer und schöner.

Lehre: Die kommen immer wieder, diese besonderen Momente. Bei Durststrecken einfach mal öfter an solche Episoden aus der Vergangenheit denken.

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Typisch Shetty: sehr schlau und sehr witzig ist der Kleine Onkel.

 

  1. Dankbarkeit dafür, das wir das Cushing so gut im Griff haben. Im April sah Fee furchtbar aus: Muskulatur weg, Kraft weg, Fell schlecht, müde einfach. Mit etlichen Experten ging ich auf Spurensuche. Als die Diagnose dann da war, und ich alles Mögliche umgestellt hatte, Futter, Haltung, Medikamente, ging es Fee rasch besser (hier steht das). Schon im Juni sah sie wieder proper aus!
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Große Sehnsucht nach Grün – ein paar Tage vor diesem Shooting war unsere Weidesaison zu Ende.

 

Lehre: auch wenn Du sämtliche Aspekte Deiner Haltung, des Trainings und so weiter als nahezu perfekt ansiehst – checke sie immer wieder neu. Das ist gut gegen Betriebsblindheit und darin kann die Lösung für kleine oder größere Probleme liegen.

 

  1. Dankbarkeit für die Sensibilität und Gnade meines Pferdes. Ich bin wahnsinnig glücklich darüber, dass mein Pferd meine kleine Tochter großherzig Runde um Runde trägt. Dazu muss man wissen: Fee ist eine Prinzessin auf der Erbse. Ein Ticken falsch gesessen, und schon gehen die Ohren zurück. Meine Tochter durfte sie ewig nicht leichttraben. Auch wenn ihr Auf und Nieder taktmäßig und nicht plumpsend aussah, Fee gefiel es nicht. Nach zwei, drei Tritten zog sie ihr Maul kräuselig, legte die Ohren an und ich wusste: Das lassen wir schnell mal wieder. Lieber nur Schritt gehen lassen mit Kind. Das änderte sich schlagartig nach zwei Tipps. (Sorry, jetzt kommt wieder eine Episode Elaine-Lob! Es ist halt einfach so, sie ist der Wahnsinn!). Elaine Butler erklärt allen Reitern folgendes zum Leichttraben: Bauch und Rücken mit viel Muskelspannung nutzen. Das Becken gut vorschwingen lassen, nicht nach oben, sondern gedacht in Richtung vor den Sattel, und zwar aus den Oberschenkeln heraus. So erklärte ich das auch meinem Kind. Und zack. Ab diesem Moment war Fee einverstanden. Runde um Runde trägt sie die Kleine nun ohne Murren. Was für ein tolles Pferd, es ist irre, wie extrem sie spiegelt! Und wie großartig, dass meine kleine Tochter so eine theoretische Erklärung direkt umsetzen konnte. Es macht mich sehr froh zu sehen, wie gnädig Fee seitdem dieses kleine Mädchen auf ihrem Rücken herumträgt.

Lehre: Wer willens ist, die scheinbar simpelsten Dinge der Reiterwelt genau anzugucken und noch besser zu machen, den erwartet Großartiges.

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Dieses Foto lügt. Denn: Man könnte meinen, Fee wäre ein verschmustes Pferd. Weit gefehlt!

 

  1. Dankbarkeit fürs Alter. 21 Jahre lang habe ich Fee nun. Sie hat alle meine anderen Pferde überlebt, und ich bin sehr, sehr dankbar für diese lange gemeinsame Zeit.
    Lehre: Keine Angst vor dem Altern vom Pferd!

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  1. Dankbarkeit für geniale Handpferderitte. Im Februar nahm ich meine Tochter zum ersten Mal als Handpferd mit in den Wald. Ich auf Fee, meine Tochter auf dem Shetty Kleiner Onkel. Wir machten Pausen, um Moos zu sammeln, machten Pfannkuchenpicknick oder ritten zum Waldspielplatz. Seit dem Sommer reitet sie ohne Strick neben mir her. Letztens sind wir zum ersten Mal im Gelände galoppiert. Was für eine krasse Lernkurve in diesem Alter möglich ist! Total schön.
    Lehre: Keine Lehre. Macht mich einfach nur sehr glücklich.
  1. Dankbarkeit für die Menschen, die zu den Pferden gehören. Es macht mich sehr froh, dass die Pferde mich immer wieder zu Menschen bringen, die ähnlich ticken wie ich. Das sind oft gänzlich dem Pferd verschriebene Menschen, Wahnsinnige im besten Sinne. Was habe ich für tolle Züchter und Reiter dieses Jahr kennen gelernt! Über manche von ihnen habe ich auch hier im Blog erzählt. Und es sind auch Menschen darunter, die ich über den Blog kennen gelernt habe. Ich freue mich sehr, was für  Leser mit großartiger Einstellung zum Pferd sich hier versammeln. Ich bin sehr dankbar für diese Begegnungen. Wirklich.

Lehre: Es gibt genauso verrückte Pferdeleute wie Dich oder mich. Man muss sich nur finden!

 

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Glückskind oder? Das Ganze ist natürlich auch eine Sache der Perspektive. Ich könnte mir auch eine selbstmitleidige Liste von all dem schreiben, was dieses Jahr doof gelaufen ist (Tierarztrechnungen ständen da garantiert mit drauf!). Aber – was nützt das? Gar nichts. Ist gelaufen, kann man eh nicht ändern. Aber noch mal zu schauen, was alles prima war – das ist ein Fokus, den ich total hilfreich finde. Das ist mein Om.

 

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Ich bin gespannt auf Deine Gelernt-Liste. Sortiere mal Deine Lehren & Erlebnisse, da kommt einiges zusammen! Übrigens habe mich total über die vielen Kommentare von Euch zu den Kastanien letztens gefreut. Einige von Euch erzählen ab und an etwas über facebook über sich, einige hinterlassen mal hier ein paar Zeilen oder schreiben eine Mail. Es ist so schön, mehr über Euch zu erfahren, was Ihr so erlebt, worüber Ihr so mit Euren Pferden nachdenkt.

 

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Fallobst – den ganzen Korb auszukippen war keine Absicht, aber sieht schön aus, oder?

 

Deshalb dachte ich, wir machen das gleich noch mal. Wieder mit einem Gewinnspiel und einem richtig schönen Preis: Gefütterte Winterreit-Stiefeletten von Cavallo. Ihr sucht Euch das Modell und die Größe aus. Lotta und ich fanden sie beide mega, sogar auf dem Fußspann ist Schurwolle als Futter eingearbeitet, dazu haben sie Schurwollsohlen und sind wasserfest. Okay, ganz ehrlicher Weise muss ich sagen, dass Lottas Lieblingsding eigentlich die braune Jacke war. Sie schickte mir traurige Smileys, nachdem alle Kleider wieder verstaut für die Rücksendung nach dem Shooting waren, und fragte, ob es denn die Jacke sei, die nun verlost würde. (Traurig fragte sie das deshalb, weil sie natürlich nicht mitmachen darf bei der Verlosung). Verliebt, würde ich sagen. Ging mir mit dem schwarzen Shirt ähnlich, das hatte Daumenlöcher und war einfach so kuschelig, dass ich es am liebsten den ganzen Tag noch anbehalten hätte! Wir wissen also schon, was auf unsere Weihnachtswunschlisten kommt.

 

GEWINNSPIEL
Ich habe meine Stiefeletten jetzt mehrmals angehabt. Sie passen gut, wenn man einen normalen oder schmalen Spann hat. Schnuckelig warm. Keine Ahnung, wie die Leute von Cavallo es hinbekommen haben, dass ein so warmer Schuh dennoch nicht aussieht wie ein Klotz. Wer auch gern ein Paar hätte: Haut in die Tasten. Wer mitmachen möchte beim Gewinnspiel, schreibt kurz über seine Saison im Kommentarfeld. Es entscheidet später das Los. Ich freue mich auf Eure Zeilen und drücke Euch die Daumen!

Ihr könnt euch zwischen dem  Modell, das Lotta in Braun anhatte, Chelsea Sport Snow im Wert von 179,50 Euro (HIER) und dem Modell, das ich in Schwarz trug, Pallas Sport Snow im Wert von 189,50 Euro (HIER) entscheiden. Mehr aus der Kollektion seht ihr auch auf der Cavallo-facebookseite (HIER). Das Gewinnspiel startet am 18.11.2016 um 7 Uhr und endet am 21.11.2016 um 10 Uhr, den Gewinner gebe ich in den Kommentaren bekannt.  Alle genauen Teilnahmebedingungen findet Ihr HIER. Viel Erfolg!

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Ein Marienkäfer im November – ehrlich wahr!

 

Für alle, die etwas besonders schön von den Klamotten her fanden, noch eine Liste. Lotta trägt: Demin-Reithose Callina // Cavashell-Steppjacke Holly // Active-Wool Shirt Hermine // Jeannette trägt: Demin-Reithose Cindy // Stretch-Shirt Hella // Stirnband Hanja // Alles zu finden auf www.cavallo.info