Drei Dinge, die man von Uta Gräf lernen kann

Uta Gräfs Mentalität hätte ich gern rezeptfrei in der Apotheke! Foto: Inge Vogel

 

Achtung, es folgt eine Lobeshymne. Eine, die ich mir gut überlegt habe und seit Jahren bestätigt finde.

Genau wegen den Sachen, die ich hier gleich aufschreibe, habe ich ein Foto von Uta Gräf für den Adventskalender ausgesucht. Das allerdings zum Extrateil zählt: Uta Gräf seht Ihr auf einer von   sechs Weihnachtskarten, die ihr zusätzlich eingebunden findet.

Auf dem Motiv dieser Weihnachtskarte des Adventskalenders (das ich hier nicht zeige :o)), reitet sie den Wallach Helios. Das ist ein Pferd, dass sie stets als ‚eigentlich ganz normal‘ bezeichnet – also kein Lampenaustreter, aber ein Pferd, das durch kontinuierliches Training von Jahr zu Jahr sichtbar schöner und besser wird. Man sieht an dem ausgesuchten Bild ganz viele Merkmale von gutem Reiten: Einen schönen Spannungsbogen, einen angehobenen Brustkorb, ein aktives Hinterbein. Ein zufriedenes Pferd mit einem zufriedenen Auge und Maul.

 

Und natürlich eine glücklich dreinblickende Uta Gräf. Da sind wir auch schon beim

 

1.Punkt :  Inspiration

Diese Fröhlichkeit in der Arbeit mit ihren Pferden zeichnet Uta Gräf aus. Das sieht man, und das hört man auch: In jedem ihrer Lehrfilme, wenn sie ihr eigenes Reiten kommentiert. Sie lobt ihre Pferde verbal, und freut sich merklich über jeden kleinen Fortschritt. Das äußert sie im Gespärch, aber das lebt sie auch einfach. Dabei ist eine Uta Gräf nicht weichgespült – sie kann auch mal deutlich zum Pferd werden und ist klar eine Sportlerin und keine Esoterikerin. Genau das macht es für mich aus, dass ich sie so vorbildlich finde: Handfest und dem Pferd konsequent zugewandt.

Adventskalender für Pferdemenschen pferdiathek

Uta Gräf findet Ihr auch auf einer der sechs Extra-Weihnachtskarten, die im Kalender zu finden sind. Der Adventskalender für Pferdemenschen, im pferdia-shop HIER erhältlich für 16,99 Euro. 

 

Außerdem wäre da als

2. Punkt: Die Pferdehaltung und die Bodenarbeit

Etwas, was eben vielerorts noch überhaupt nicht selbstverständlich ist. Bei Uta Gräf gibt es Herdenhaltung für Sportpferde! Jeden Tag sind sie gemeinsam draußen, auch im Winter! Ebenso Bodenarbeit und Horsemanshiptraining für jedes Pferd.

 

All das macht die Arbeit im Sattel so viel leichter, sagt Uta Gräf immer wieder. Sie hat dafür ihren Mann, den Tierarzt Stefan Schneider, an ihrer Seite. Er reitet Working Equitation, ist für die Arbeit am Boden zuständig und trägt sicher dazu bei, dass der Blick über den Tellerrand gar nicht ausbleiben kann. Oder wem fällt spontan ein Dressurausbildungsstall ein, bei dem auch Hindernisse für Trails auf dem Hof stehen?

 

Ein witziges Detail (wo man auch schon wieder von ihr lernen kann) ist der

3. Punkt: Ruhe schaffen

Sie hat mir mal erzählt, dass sie beim Reiten nicht gern gestört wird. Sitzt sie auf dem Pferd, dann sind weder Anrufe noch Fragen des Teams – es sei denn, es brennt was – willkommen. Ich finde das gut, weil es zeigt auch: Dieses positive Sein braucht Platz und Regeln. Und: Das Pferd braucht die volle Aufmerksamkeit.

Außerdem ist Uta Gräf die ungekrönte Königin der korrekten Dehnungshaltung. Die vorbildlichste Sequenz, in Film festgehalten, wie so ein Herandehnen an den Zügel aussehen könnte, zeigt Uta Gräf mit Damon Jerome. Ich habe diese Sekunden schon so oft gesehen, und ich kann davor nur stets immer wieder gedanklich meinen Hut zücken. HIER klicken, dann könnt ihr das drüben bei pferdiasehen.

Für diese Kombination aus Haltung dem Pferd gegenüber, mentale Stärke auf dem Pferderücken und Sportreiterei, hat Uta Gräf mehr als Respekt verdient.

Mein kleiner Anteil: Einen Platz im Adventskalender für Pferdemenschen. Für den ich nur Reitbilder ausgesucht habe, die ich vorbildlich finde. Ob sie berühmte Pferdemenschen zeigen wie eine Uta Gräf, oder Privatpersonen – Gutes findet sich zum Glück auf allen Ebenen. Man muss allerdings ein wenig danach suchen.

Habt Ihr meinen ADVENTSKALENDER FÜR PFERDEMENSCHEN schon bestellt? Jetzt wird’s Zeit, ich habe das Gefühl, es zieht ganz schön an in Richtung Weihnachten. Wer ihn für 16,99€ bestellen möchte: HIER gibt’s ihn zu bestellen!

 

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Ein simples Rezept für richtig großen Reit-Erfolg!

Ailena: Danke für die schönen Erfolgserlebnisse! Sie ist die braune Stute, von der ich im Text erzähle, und Theejano, ihr Freund. Die weiße Stelle auf der Nase ist leider das Resultat einer Fliegenmaske. Foto: Klara Freitag

Eine Runde Dankbarkeit & Erfolgserlebnisse zum Wochenanfang!

Das Rezept ist sehr simpel – und doch für vielbeschäftigte Menschen schwer zu realisieren: Muße beim Pferd. Gerade habe ich das noch mal so richtig intensiv erleben dürfen. An diesem Wochenende hatte ich eine für mich sehr seltene Situation: Ich hatte drei Stunden Zeit nur für mich und ein Pferd. Sowas, was man als Teenager vermeintlich täglich hat (also ich hatte das), aber als Erwachsener mit Job und Kind und weiteren Pferde- und Tierverpflichtungen ist das für mich ein wahnsinniger Luxus.

So gehen Erfolgserlebnisse

Also habe ich mal in Ruhe die Herde besucht. In Ruhe geputzt. Zwischendurch noch einen Kaffee und sogar ein Stück Kuchen auf der Stallgasse verputzt. Nett geplauscht währenddessen. Dann gemütlich mit Arbeit an der Hand begonnen. Dann geritten. Mich so, so, so gefreut, wie fein dieses Pferd geworden ist inzwischen. Das ich vor knapp einem Jahr begann zu reiten, und das solch immense Fortschritte macht. Vor allem darin, wie es sich anfühlt. Von steife-lange Badewanne zu „Oh, was willst Du? Och prima, ein Schulterherein, mach ich doch, jetzt Schenkelweichen, okay, kein Problem! Und jetzt dritter Hufschlag, Tritte verlängern – gern! Wieder zurückkommen,kein Ding!“ Das ist so wunderbar und so schön! Es läuft.

Es ist ganz einfach!

Dann noch Futter fürs Pferd vorbereiten, auch noch nach dem Reiten striegeln, das Sattelzeug gründlich putzen. Das Pony, die süße Chamonix, hätte ich nur noch schnell machen können – und habe mich dagegen entschieden. Stattdessen habe ich sie einfach auf dem Paddock ordentlich durchgekrault – Teambuilding ohne Ansprüche. Ich glaube das war gut, denn ansonsten wäre es eben ein hoppla-hopp-Bewegen geworden. so hatten wir eine gute Zeit zusammen – und davon profitieren wir am nächsten Tag.

Chamonix würde einem am liebsten auf den Schoß kriechen! Noch nie hatte ich ein so verschmustes Pferd. Foto: Klara Freitag

 

Ich bin mit einem sehr glücklichen Bauchgefühl nach Hause fahren. Denn das war gefühlt die beste Reiteinheit im vergangenen halben Jahr mindestens. Ein echtes Erfolgserlebnis.

 

Kein ‚Du musst‘ oder ‚Ich sollte‘

Ich kann Euch so eine freie Zeit ohne „Du musst noch soundsoviele Pferde heute machen!“ oder konkreten Trainingszielen wie „Heute aber dann noch mal einfache Wechsel üben, wird Zeit!“ nur wärmstens empfehlen.

 

Denn so merkt man noch mal, wie dankbar wir Menschen eigentlich sein können. Dass wir mit diesen Tieren sein dürfen. Wie wunderbar großzügig Pferde sind, und wie schön es ist, wenn man mal reiterliche Geschenke in den Schoß gelegt bekommt. Natürlich sind die zuvor erarbeitet. Und das zumindest in meinem Fall durchaus mit Engagement, ein Naturtalent bin ich nicht. Das, was geht, ist zustande gekommen mit Unterricht, mit Kursen, mit Aufs und Abs. Mit dranbleiben und weitermachen. Mit Gefühl fürs Pferd, natürlich. Mit der richtigen Wellenlänge. Aber manchmal merkt man gar nicht, wo die Fortschritte denn geblieben sind. Weil man so normal von Tag zu Tag weiter zieht.  So richtig erspüren, was schon geht – das funktioniert oft am besten, wenn man noch gar nichts erwartet. Wenn man mal diese Muße hat – ist es wirklich herrlich!

 

Also: Diese Woche mal Freizeit beim Pferd einplanen!

 

Über eine lebenslange Freundschaft – oder: Wer ist die Frau im Adventskalender?

Ich kenne viele Menschen, die gut über ihr Pferd sprechen. Ach was, die davon schwärmen, denen man die Verliebtheit in jedem Satz anmerkt. Aber ich glaube, ich kenne niemanden, der das so unendlich dankbar und groß ausmalt wie Hermi Schipflinger.

Wenn sie von Remolino spricht, dann ist da so viel Ehre für das Pferd, so viel Innigkeit, dass es mich jedes Mal verzückt. Die beiden sind ein besonderes Paar. Sie sind im Adventskalender für Pferdemenschen zu sehen, und waren bei der Abstimmung zum Titelbild Zweite. Kurzerhand habe ich dann dieses Motiv für den ersten Dezember ausgesucht. So sah es als Titelentwurf aus:

 

Das war ein Titelentwurf für den Kalender – Hermi und Remolino. Wie er jetzt aussieht, fertig, seht Ihr weiter unten.

 

Eine innige Bindung

Auf jedem Bild von diesem Schimmel und dieser Frau ist Verbundenheit zu spüren. Die immer da war, aber doch stark erkämpft wurde von Hermi. Wie das sich entwickelte, werdet Ihr in den nächsten Zeilen erfahren. Lasst mich kurz eines vorweg nehmen: Remolino ist in diesem Jahr gestorben. Ich kenne die beiden aus der Ferne seit einigen Jahren, und insgeheim habe ich mich immer gefragt, wie wohl Hermi ohne Remolino jemals auskommen soll. Ihr werdet bald verstehen, warum ich das so unvorstellbar fand.

Hermi ist eine starke Persönlichkeit. Sie hat einen jungen Lippizaner, den sie schon vor Remolinos Tod kaufte – und den sie mit offenem Herzen in ihr Leben ließ. Es geht weiter. Es gibt eine neue Liebe. Selbst, wenn man so verbunden war, wie Hermi mit Remolino. Auf allen Bildern, die ihr hier und im Kalender seht, seht Ihr das Resultat: Ein Paar. Eine große Freundschaft.  Die Fotografin Sabine Grosser entdeckte die beiden, und erzählte mir von ihnen. Hermi konnte Remolino in allen möglichen Dressurlektionen reiten, auf der Weide wie auf dem Platz, frei ohne Kopfstück ebenso. Es sind Bilder, die eine Sehnsucht auslösen, und deshalb habe ich sie ausgesucht. Sie zeigen das Einssein, sie zeigen den Grund, warum wir alle Pferdeliebhaber sind und warum viele von uns gern reiten. Für diese Momente, die die meisten Menschen nur ab und an erleben. Diese beiden hatten sie häufig. Aber der Weg dorthin, der war nicht leicht.

Beide haben eine Vorgeschichte

Was Hermi geleistet hat, wird noch klarer, wenn man weiß, dass sie durch einen Unfall vor Jahren permanent Schmerzen hat. Ihre Hüfte war vielfach gebrochen. Reiterin war sie schon vor dem Unfall, Remolino kaufte sie danach: Ein ungestümes Jungpferd mit allerlei Altlasten aus Spanien. Wie das genau war, erzähle ich übrigens in der kommenden Ausgabe des Magazins Feine Hilfen.

Remolino war Hermis Ein und Alles. Er wohnt bei ihr daheim, auf dem elterlichen Hof in den Bergen, die Boxennachbarn sind zwei zahme Schweine und zwei Haflingerdamen. Sie sagte mir schon in unserem ersten Gespräch vor vielen Jahren: „Ich weiß nicht, ob es mich ohne Remolino noch geben würde.“ Das Pferd war ihr in vielen schweren Zeiten der wichtigste Halt.

Passage auf der Weide

Wie nah sie sich sind oder waren, wird in vielen kleinen Gesten sichtbar: Sie sonnte sich auf seiner Weide, er stupste sie sanft mit der Nase an. Der Schimmel folgte ihr ohne Halfter und Strick zur Weide, und wenn die beiden reiten gingen, dann mal mit Zaumzeug, mal ohne. Traversalen, erste Passage-Tritte, Galoppwechsel, all das konnte der Schimmel. Zur Dressurreiterin wurde sie erst mit diesem Pferd – als sie noch gesund war, war sie zufrieden mit Wald- und Wiesenritten. Wenn sie aufsteigen möchte, parkte Remolino millimetergenau neben der Aufstiegshilfe. Bis er exakt so dasteht, dass Hermi Schipflinger trotz ihres nicht so gut beweglichen linken Beins aufsitzen konnte.

 

Der schwere Beginn

Das alles war anfangs undenkbar. Remolino hatte eine denkbar kurze Leitung und war durchaus nicht ungefährlich für seine Reiterin – steigen oder bocken kam vor, und nicht sofort fand Hermi Schipflinger Ausbilder, die ihr helfen konnten.

Geholfen bei der Umschulung zum Reitpferd hat ihr schließlich Reitlehrer Thomas Ziepl. Ein junger Mann, der die klassische Reitweise pflegt, und den richtigen Draht zu Pferd und Schülerin fand. Er wiederum hat bei Marie Symbill gelernt, erzählt Hermi Schipflinger. Zwei Lehrwerke dieser Ausbilderin gibt es übrigens bei pferdia, ein Buch über den Damensattel und ein ausführliches Buch zur Dressurausbildung. Innerhalb von nur drei Jahren schulen sie im Team das Pferd vom Steiger und Buckler zu einem Vorzeigepferd um. Sie haben eine wahre Freundschaft.

Freiwilligkeit und Lob ist ganz wichtig für die Drei, denn Remolinos explosive Reaktionen kamen stets auf, wenn er vor etwas Angst hatte. Was er in Spanien alles erlebt hatte, ist unbekannt – aber das Verhalten wird seine Gründe gehabt haben.

Wie weiter, nach der großen Liebe?

Im August diesen Jahres musste Hermi Schipflinger Remolino einschläfern lassen. Davor standen viele Monate mit der Stoffwechselkrankheit Cushing. Als ich das hörte, schrieb ich ihr sofort.  Es fällt mir schwer, mir eine Hermi ohne ihren Remolino vorzustellen. „Mein Goldschatz Remolino hat mir so viel Freude und wunderschöne, glückliche Momente bereitet“, erzählt sie. Der Verlust wäre immer noch seltsam, fast nicht wahr für sie, doch das junge Pferd tröste. Der Lippizaner ist momentan in der Kutschpferde-Ausbildung – ein neues Kapitel beginnt. Doch diese herzliche Dankbarkeit und das Annehmen des Charakters, egal, wie er denn ist, das ist nicht nur die Verbundenheit zwischen Hermi und Remolino – das ist auch einfach Hermi Schipflingers Sicht auf die Welt. Und die tut gut: „Amena hat so viel Herzlichkeit und Liebe in sich, dass ich es kaum glauben kann“, schreibt sie. „Und ich habe das alles Remolino zu verdanken, der ein so wunderbares Wesen ist und war.“ Das nennt man wohl bedingungslose Liebe. Etwas, das so viele Türen öffnet.

 

P.S.: In meinem ADVENTSKALENDER FÜR PFERDEMENSCHEN (den ihr HIER im pferdia-Shop bestellen könnt, oder HIER bei procavallo) findet Ihr weitere Motive mit Hermi Schipflinger.

Gewinne einen Adventskalender für Dich & Deine Freundin

 

 

Ich freue mich wahnsinnig!

Das erste Blog-Baby ist da: der ADVENTSKALENDER FÜR PFERDEMENSCHEN!

 

Das Ding in den Händen zu halten – macht mich glücklich! (Danke Klara für das schöne Bild davon.) Du möchtest Innenseiten vom Adventskalender für Pferdemenschen sehen? Dann schnell nach unten scrollen!

 

Damit Ihr auch etwas von meiner Freude abbekommt, verlose ich zwei Stück: Nämlich einen für Dich und einen für Deine Freundin (also für eine, Du musst Dich entscheiden, leider, oder noch ein paar dazu bestellen *grins*). Was Du dafür tun musst? Hier in die Kommentare schreiben, was Du zuletzt mit dieser Freundin und den Pferden besonders Schönes erlebt hast. Kommentieren kannst Du über den Link direkt unter der Überschrift. Das Gewinnspiel startet sofort und läuft bis zum 31.10. 2017  – Halloween! Die genauen Gewinnspielbedingungen findest Du HIER.

 

 

Mit Alizée Froment, Uta Gräf & Anja Beran

 

Die Bilder sind echt ausgesucht im Kalender, Du wirst sehen, dass die Pferde hier tatsächlich über den Rücken gehen (Brustkorb ist angehoben, Widerrist ist oben!), Du wirst viele gute Reiter erkennen ( Anja Beran im Unterricht siehst Du unten schon als Preview) und Du wirst Leute kennenlernen, die noch echte Geheimtipps sind. Über alle werde ich in den nächsten Wochen hier auf dem Blog auch schreiben, denn ich kenne sie alle beruflich (ich arbeite ja als Fachjournalistin, zum Beispiel für pferdia, Feine Hilfen oder die Reiter Revue). Wird also spannend hier die nächsten Tage und Wochen, versprochen!

Tipp: Wer doppelte Gewinnchancen möchte, kommentiert den Post zum Gewinnspiel auf Facebook noch dazu. Wer dreifache Gewinnchancen nutzen möchte, antwortet mir noch auf dem Newsletter oder auf Instagram – beides ebenso ab Mittwoch, 25.10. um 10 Uhr. Also wenn’s dann nicht klappt, dann weiß ich auch nicht!

Lettering und einfach gutes Reiten

Soll ich Euch eben noch erzählen, warum es eigentlich ein Adventskalender wurde, das erste Blog-Baby? Das war so: Vor drei Jahren testete ich mit einem E-Mail-Adventskalender, ob ich zum täglichen Bloggen tauge. Tatsächlich dachte ich damals, das geht nur so, täglich in die Tasten hauen. Ging, also habe ich danach den Pferdeblog gestartet (und aus noch vielen anderen Gründen, die etwas mit Ausbildung der Pferde, meinem Beruf und dem Gedanken, dass das Pferd genauso viel Spaß haben soll wie ich, zusammenhängen. Das steht alles HIER).  Außerdem bin ich ein Weihnachtsfan, und möchte, egal, wie alt ich bin, auch einen Adventskalender haben. Dieser hat wunderschönes Lettering bekommen, wie ich finde. Denn:

Ich mag Dinge mit Liebe fürs Detail,

ich will Reitbilder sehen,

die tatsächlich gutes Reiten zeigen und

die Verbindung zwischen Pferd und Mensch.

Und das kann der. Alles. (Stell‘ Dir hier jetzt bitte ein Herz-Emotion vor :o))

Alle, die sich überraschen lassen wollen vom Inhalt, gucken ab hier am besten nicht weiter. Für alle anderen öffne ich mal ein paar Türchen:

 

Adventskalender für Pferdefreunde von A life with horsesAdventskalender für Pferdefreunde von A life with horsesDer Adventskalender für Pferdemenschen von Alifewithhorses.deDer Adventskalender für Pferdemenschen von Alifewithhorses.deAdventskalender für Pferdefreunde von A life with horses

 

Schön, oder? Zu Kaufen gibt’s ihn übrigens HIER  bei pferdia oder  HIER bei procavallo.

  • exklusives Design (von Chantal!)
  • ausgewählte Zitate (vom mir ausgesucht :o))
  • in Deutschland erdacht, fotografiert, designt, gedruckt
  • hochwertiges, dickes 250 Gramm Papier
  • nachhaltig: FSC-Mix-zertifiziertes Papier
  •  mit umweltfreundlichen Farben  gedruckt
  • Extra: 6 Weihnachtspostkarten inklusive
  • 24 Adventskalenderseiten, insgesamt 36 Seiten

Und jetzt wünsche ich Euch ganz viel Glück – und diese Menschen auch (denn hinter jedem dieser Firmennamen verbirgt sich ein Mensch, der mitfiebert. Inge, Eva, Claudia, Tina, Karin, nochmal Tina zum Beispiel!)

 

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Glückwunsch an Anja Beran!

Bei Anja Beran in der Halle, das war ein pferdia-Dreh, den ich begleitet habe. Ihr seht Araber Malakil, Anja Beran ist mittig zu erahnen. Mehr (und vor allem aussagekräftigere) Bilder von ihr im pferdia-Magazin, HIER.

 

 

Das hier wird eine Lobhudelei, und das äußerst verdient. Mit ihrem gerade bei pferdia erschienen Vortrag „Blickschulung“ hat Anja Beran etwas Außerordentliches vorgelegt: Sie kritisiert das Ausbildungssystem im modernen Reitsport, das nach dem immer Spektakulärerem sucht. Doch sie bezieht nicht nur ganz klar Stellung (was ja eh schon rar ist), nein, sie hat auch Filmmaterial aus der Sportreiterei gesammelt und diese dann noch so verfremden lassen, dass zwar die Pferdebewegung sichtbar ist, nicht aber, wer da drauf sitzt. Weil es um die Sache geht, und nicht darum, mit dem Finger auf Einzelne zu zeigen.

 

Wie klar sich die Ausbilderin positioniert, wird in diesen Zitaten aus dem Film deutlich:

 

Ich sehe die Gefahr, dass die Akzeptanz der Reiterei in der Öffentlichkeit auf dem Spiel steht! Es sind zu viele schlechte Bilder, offensichtlich schlechte: Blut am Sporn, Blut am Maul, blaue Zungen und so weiter. Das ist das eine. Das andere ist das, was noch gar keiner gemerkt hat: Wir haben aus der Dressur, aus einer klassischen, natürlichen Ausbildung von einem Tier künstliche, artifizielle Abläufe gemacht, da kommen Bewegungen raus, die ein Pferd eigentlich gar nicht macht, die auch noch mit hohen Noten honoriert werden. Und die Pferde bezahlen dafür mit der Gesundheit. Und die Masse beklatscht das.“

 

Genau das ist auch der #betterhorsesport Gedanke: Verantwortung tragen, für das, was man tut. Natürlich für die Pferde, aber auch im Hinblick auf die Nichtreiter-Gesellschaft. Anja Beran nennt es nicht genau so – was egal ist. Denn wichtig ist, dass immer mehr Menschen aus der Reitsportszene aufstehen und sagen: So geht’s nicht. Das Zitat von ihr geht noch spannend weiter: 

„Anstatt das jemand sagt, der da sitzt, Richter oder wer auch immer: Stopp, wir sind auf dem falschen Weg (…). Die ganze Richtung läuft in eine falsche Richtung, zum Schaden des Pferdes. Es geht nicht um Fehler suchen, sondern um die grobe Richtung der Reiterei, die längst, aus meiner Sicht, den richtigen Weg verlassen hat. Und es muss von uns Reitern, nicht von den Tierschützern, kommen, dass wir darauf pochen, dass etwas geändert werden muss.“

Dabei geht es hier nicht um klassische Reitkunst versus Sportreiterei. Bei Anja Beran stehen auch Warmbluthengste aus dem Haupt- und Landgestüt Schwaiganger, und sie sagt selbst, ebenso im Film zu hören:

„Ich habe überhaupt nichts gegen Turnierreiten, es ist eigentlich eine gute Idee, dass man sein Leistungsniveau mit anderen vergleicht und daraus positive Schlüsse zieht (…). Aber wenn es nur noch darum geht, die Beine höher zu reißen, spektakulär zu wirken, und die Pferde danach immer früher verschlissen sind, dann stimmt irgendwas nicht mehr!“

 

Was genau inhaltlich in diesem neuen, spektakulären Vortrag zu sehen und zu hören ist, habe ich hier schon im pferdia-Magazin aufgeschrieben.

Wir dürfen den Blick nicht verlieren, sagt die Ausbilderin mehrmals. Den Blick für das richtige Reiten. Denn auf so vielen Bildern, auf so vielen Videos, auf so vielen Turnieren wird eben etwas als korrekt dargestellt und benotet, was es eben nicht ist. Schon alleine, wie die gewünschte Jungpferdehaltung voneinander divergiert ist extrem!

 

Mögen diesen Film so viele Menschen wie möglich sehen.

Ich bin gespannt, was er auszulösen vermag.

 

P.S.: Auch im ADVENTSKALENDER FÜR PFERDEMENSCHEN (ja, Werbung in eigener Sache ;o)) den ihr HIER vorbestellen könnt, findet Ihr übrigens Anja Beran.

HIER könnt Ihr den neuen Film bestellen (im Abo-Bereich, den ihr streamen könnt, ist er in wenigen Tagen zu sehen)

HIER habe ich über den Inhalt des Films ganz genau geschrieben.