Alizée Froments Gymnastik für Pferde

Alizée Froment und Mistral 2018 beim CHIO Aachen. Ihre Hände trug sie über weite Teile der Aufführung komplett ohne Kontakt zum Halsring. Fotos: Klara Freitag

 

Ich war entzückt. Wirklich begeistert und das passiert nicht so leicht. Glaubt ihr nicht? Ich schreibe hier gerne über positive Dinge, ja. Das hat jedoch eher was mit Fokus zu tun, als damit, dass ich generell überschwänglich wäre oder im Schokoladenkuchen leben würde!

Galopp-Pirouette auf Halsring

Begeistert hat mich Alizée Froments Auftritt vergangenes Wochenende bei der Show Pferd & Sinfonie des CHIO Aachen. Ich kenne sie ja schon etwas länger, habe sie schon häufig gesehen, dennoch habe ich auch dieses Mal gedacht: Hammer. Was sie da gemacht hat, war noch mal eine Stufe mehr. Was genau mich an ihrem Auftritt begeistert hat, habe ich euch bei wehorse aufgeschrieben. Und wenn Ihr hier drauf klickt, seht ihr eine ihrer famosen Galopp-Pirouetten aus der Show.

Interviewt habe ich sie ein paar Stunden vor dem Auftritt, auch das könnt ihr dort lesen. Oder es als Film bei Instagram nachsehen (unter den Highlights im Profil bei mir und wehorse jeweils). Sehr süßes Nebenschauspiel dabei: Ihre Tochter Louise, auf Alizées Arm mit dabei. Sie ist ein paar Monate alt und borgte sich für unser Interview meinen Presseausweis. Den untersuchte sie mit ihren Händchen die ganze Zeit über und brabbelte zufrieden vor sich hin.

Alizée mit Tochter Louise beim Interview am Samstag.

 

Wie werde ich ein guter Reiter?

Ein Kernaspekt des Interviews: Alizée erzählte, dass an sich selbst arbeiten ein zentraler Baustein sei, um sich zu verbessern. Jeden Tag, jeden Morgen mit der Intention zu beginnen, sich zu verbessern. Sie selbst ist durch eine harte Schule gegangen. Ich kann mich an Kursabende erinnern, bei denen mir Alizée nach zehn Unterrichtsstunden am Stück erzählte (und in jeder davon war sie voller Aufmerksamkeit für den Schüler), wie sie früher als Bereiterin bis in die Nacht geschuftet hatte, wie sie auf der Suche nach guten Lehrmeistern weite Strecken, bis nach Spanien und bis nach Saumur, auf sich genommen hat. Mal ganz zu schweigen davon, dass sie als kleines Mädchen bei den Ponyspielen schon ordentliche Galoppwechsel reiten sollte – ihre Mutter Carol war streng! Ursprünglich kommt Alizée Froment aus der Turnierszene, nach ihrer eigenen Karriere dort hat sie die Ponynationalreiter Frankreichs lange Zeit gecoacht.

Unschlagbare Atmosphäre: Das Dressurstadion des CHIO Aachen bei Sonnenuntergang.

 

In den Kursen, die ich bisher von ihr gesehen habe, spielt der Wechsel aus sehr vielen Übergängen zwischen den Gangarten und vor allem auch innerhalb einer Gangart eine große Rolle. Außerdem ist ein ganz bestimmter Ablauf von Volten, Schulterherein und Schenkelweichen prägnant. Man kann in jedem Kurs von ihr und in jeder Unterrichtseinheit sehen, wie viel mehr die Pferde sich danach durch den Körper bewegen. Sie verbessern ihre Balance und die Qualität ihrer Gangarten deutlich.

Die Balance verbessern

Das finde ich beeindruckend und es fasziniert mich immer wieder. Sara Oliveira, ihre Freundin und selbst die Enkelin des von vielen so verehrten Nuno Oliveira, erzählte mir ebenfalls, dass gerade dieser gymnastische Teil von Alizée Froment ihr selbst reiterlich geholfen habe und er auch ihren Unterricht sehr bereichere.

Mein Notizbuch, in das ich etliche Übungsabläufe von Alizées Trainings und Kurse eingetragen habe.

Das Rezept: Gymnastik für das Pferd

Das Rezept für gutes Reiten ist so schlicht wie schwierig. Es ist ein guter gymnastischer Ablauf und das Ziel, das Pferd wirklich am Sitz zu haben. Unabhängig vom Zügel zu werden, es vorwiegend mit Gewichtshilfen leiten zu können. Für die sinnvolle Gymnastizierung ist hier ist ein Übungsablauf, den Alizée Froment gern ihre Schüler reiten lässt:

 

  • Schritt, ganze Bahn
  • An der langen Seite eine 10-Meter-Volte
  • daraus Schulterherein im Schritt
  • danach an der kurzen Seite auf die Mittellinie abwenden
  • im Schenkelweichen zum Hufschlag reiten

 

Diese Übungsabfolge unterstützt, dass das Pferd vom inneren Schenkel an die äußeren Hilfen herantritt. Korrekt ausgeführt kann der Reiter dabei ein gutes Gefühl dafür entwickeln, wie das Pferd regelrecht in der äußeren Hand ankommt und die innere Hand ganz leicht werden kann.

Schenkelweichen und Tempi-Unterschiede

Im Training mit ihren eigenen Pferden habe ich viele Varianten davon gesehen: Schenkelweichen auf der Diagonalen, oder Schenkelweichen nach einer Volte, oder Schenkelweichen an der langen Seite, dritter Hufschlag, unterbrochen von Schulterherein und Traversalen. Viereck verkleinern und Vergrößern, Schulterherein unterbrochen von Volten. Immer viele Varianten, immer die Kombination von Seitengängen, seitwärts treten lassen (korrekt formuliert, denn Schenkelweichen ist kein Seitengang) und vielen gebogenen Linien sowie Tempi-Unterschieden.

 

Wer heute oder morgen etwas davon in sein Training einbaut: Erzählt es mal! Ich würde mich darüber freuen.

Der ultimative Sommer für Reiter

So muss Sommer sein. Ganz bald wieder mit dem Pferd ans Meer!

 

 

Ist das mal ein Sommer, oder was? Wir hoffen vermutlich alle auf Regen für unsere Weiden, aber wann war das schon mal so? Ewig her.

Der Sommer 2018 ist unglaublich! Deshalb habe ich aufgelistet, was diesen Pferdesommer ausmacht. Es ist eine lange Liste voller Ideen und toller Momente dabei entstanden. Was kommt noch auf Deine Liste? Schreib’ es mir gern in einen Kommentar!

  1. Gab es auf dieser Welt mal Matsch? Pfützen? Unvorstellbar!
  2. Das Pferd hat Muskeln (und zwar mehr als sonst)! Genau jetzt sehen die Pferde eigentlich alle am besten aus – noch vor dem nächsten Fellwechsel. Ausnahme: Ponys, die monatelang pausieren mussten. Soll es ja geben.
  3. Jacken, wo waren die gleich? Besaß ich mal so etwas?
  4. Bionade im Sattelschrank
  5. Von der Sonne gewärmtes Pferdefell
  6. Fohlen beobachten. Es gibt doch nichts Schöneres, als ein Fohlen. Finden übrigens auch die erwachsenen Pferde – als ich letztens bei meiner Freundin Philippa am Zaun stand und deren Island-Hengstfohlen Galopprunden um seine Mutter drehte, stand die ganze Schulpferdetruppe am Zaun und staunte.
  7. Eis essen am Stall
  8. Fliegenspray: An jeder Ecke im Stall steht irgendeine Flasche.
  9. Reiterbräune hoch 10
  10. Glücklichere Pferde, denn es befriedigt sie einfach so sehr, grasen zu können und diesen tiefsten Trieb zu nutzen. Ist anders als das beste Heu.
  11. Rauschende Baumwipfel, im Wald oder am Rand der Wiese
  12. Gymnastik auf der Pferdeweide (haben wir mit einer Kursgruppe gemacht, unter Bäumen und mit den Pferden als Zuschauer nebenan)
  13. Zerkratzte Beine, weil ich dachte, klar kann ich im Kleid kurz bei den jungen Pferden vorbeischauen. Und dann war doch etwas am Zaun zu reparieren. Natürlich genau da, wo Kletten und Brennnesseln stehen.
  14. Irgendwie ist alles leichter: Sattelzeug überputzen zum Beispiel geht mal so eben nebenbei, weil man sich nicht mit kalten Fingern abmüht.
  15. Der Geruch von Kokosfett in der Mähne (das hilft gegen Scheuern)
  16. Muskelkater vom vielen Sport, kann man ja jetzt mal machen, wo der Tag mehr helle Stunden hat (über den Rippen! An den Oberschenkeln!).
  17. Sonnenspray überall: Finger, Haut, Klamotten. Egal! Es riecht nach Sommer!
  18. Unendlich lange abends beim Pferd sein
  19. Staub einfach überall: In Socken, auf vor Sekunden geputzten Schuhen, auf den Ponys natürlich!
  20. Gräsersamen in Socken
  21. Turnierluft, ständig ist etwas los!
  22. Zuchtschauen überall (Ich habe dank eines formidablen Tipps die Schönste entdeckt: In Goch am Niederrhein. Einerseits klein und lieblich, auf einer Wiese, rundherum stehen Bäume im Hang, so dass man von überall gut gucken kann. Es gibt Eis und Kuchen und was das Herz begehrt. Zudem reisen reichlich Pferde an, man sieht also gut was. Beste Atmosphäre bisher!)
  23. Hufe wässern: Wir üben neuerdings mit Schuhen und ich bemerke, dass ein paar Minuten nicht helfen. Über Nacht ist schon besser!
  24. Ans Wasser fahren mit den Pferden (Unser Plan: Bald an den See und im August ans Meer!). Wie Profis wie Nina Steigerwald und Peter Kreinberg Pferde an das Wasser gewöhnen, habe ich im wehorse-Magazin hier aufgeschrieben.
  25. Abgeerntete Wiesen und Felder genießen – bald sind die Stoppelfelder auf!
  26. Jede Woche etwas mehr checken, wie die Jungpferde so ticken. Im Mai waren sie noch mustangähnlich zahm, im Juni anzufassen, im Juli bezaubernd!

Claudia Butry – unser perfekter Sommerreitkurs!

Claudia Butry mit ihrer Friesenstute Wietske. Ihre Homepage heisst: www.neuesreiten.de

 

Ausbilderin Claudia Butry steht eigentlich für klassische Reitkunst und die Bewegungslehre nach Eckart Meyners. Jetzt war sie drei Tage lang bei uns in der Nähe von Aachen, um einen Kurs zu geben. Der hatte es in sich: Erster Tag Reitergymnastik, zweiter Tag Dressurtraining und Sitzschulung, dritter Tag Reitergymnastik und Springen.

Claudia Butry hat mich auch dieses Mal vom Hocker gehauen. Dass sie eine sehr gute Bewegungstrainerin nach Eckart Meyners ist, weiß ich. Dass sie die klassische Ausbildung hervorragend zu unterrichten vermag, weiß ich (und  ihre Mentorin Anja Beran schätzt das auch, denn sie zählt sie zum Kreis der Ausbilder, die sie öffentlich auf ihrer Homepage empfiehlt). Dass Claudia Butry als Trainer A FN ebenso weiß, wie sportliche Reitpferde gearbeitet werden, ist mir auch klar gewesen. Zum ersten Mal haben wir jedoch diesmal eine Springeinheit eingebaut, also etwas ganz anderes!  Siehe da: Auch das kann sie so grandios kreativ und passend für jeden Reiteranspruch! Unfassbar.

Stangen und Hufschlagfiguren

Da wir Reiter recht unterschiedlich viel konnten im Springen, gab es Zweiergruppen: Die Robustponys, für die Stangen neu waren. Dann die vorsichtigen Reiter und zwei Mal Reiter mit viel oder mehr Springerfahrung. Ich gehörte zu den Vorsichtigen und bekam eine Stangenvielfalt auf den Boden gelegt. Übungen mit Stangen und Cavaletti, die mit Dressuraufgaben kombiniert wurden. Und ein kleines Kreuzchen, damit man dann doch sagen kann, das war Springen!

Trabstangen plus Volte

Tolle Übung aus meiner Einheit: Drei Trabstangen im Fächer so hinlegen, dass sie den Bogen einer einfachen Schlangenlinie bilden. Erste Aufgabe: Schlangenlinie im Trab reiten, dabei auf korrektes Umstellen und Biegen achten. Zweite Aufgabe – und jetzt wurde es kniffelig: Direkt nach den Stangen die Schlangenlinie nicht zu Ende reiten, sondern eine Volte zur Bande hin anlegen. Daraus wieder über die Stangen und dann erst die Schlangenlinie zu Ende reiten. Das ist kniffelig, weil die Volte recht klein ist und das ganz schön schnell aufeinander folgt. Probiert es mal aus!

Reitergymnastik nach Eckard Meyners

Wie Urlaub haben sich unsere Gymnastikeinheiten angefühlt. Wir haben auf der Pferdeweide bei strahlendem Sonnenschein morgens und abends geturnt, vom Wind rauschende Bäume über uns und auf den Nachbarweiden stand immer mal wieder ein Pferd unseres Stall staundend am Zaun. „Komisch, was machen die da?“ fragte sich das wohl. Einige der Übungen, die wir geturnt haben, sind hier als Vorlage zu finden, zum Beispiel diejenige, die sofort als Starbild hier in diesem Eckart-Meyners-Film zu sehen ist. Allerdings hatte Claudia noch ein paar Specials und Variationen dabei. Das Turnen war nicht nur schön, sondern auch vor allem morgens vor den Springeinheiten gut, so kamen wir alle schon gelockert aufs Pferd. 

Vom Groben zum Feinen

Etwas mental ganz wichtiges gab es in unseren Dressureinheiten zu lernen. Nämlich: Wir sehen häufig das Ergebnis guter Ausbildung, aber den Weg dahin nicht in allen Nuancen. Im Lernprozess sehen Dinge eben nicht direkt schön aus. Erst mal klappt die Grobform, bevor es schön wird und eine Aufgabe wirklich fein abrufbar ist. Ich habe einige Dressureinheiten genutzt, um Claudia Butry auf unsere Arbeit an der Hand schauen zu lassen. Mit Ailena, der Warmblutstute. Unser Übertreten an der Hand im Trab passt zu dem Beispiel.

Übertreten lassen im Trab

Ich habe das alleine oft abgebrochen und runtergestuft: Übertreten im Schritt kann sie gut, das gesittete Traben an der Hand fällt ihr noch schwer, also habe ich nur das geübt. Jetzt ist der Punkt gekommen, wo beides zu kombinieren ist. Diesen richtigen Zeitpunkt zu finden und zu hören: Das geht schon, mach’ ruhig (oder eben: Lass’ das noch sein, ist noch nicht dran!), dafür ist es so wichtig, jemanden um sich zu haben, der viele Pferde weiter auf der Lernleiter des Reiterlebens ist. Der von außen guckt, also viel objektiver als man das selbst so ist.

Selbstkritik in der Pferdeausbildung

Das ist auch noch etwas, was mir in diesem Kurs total aufgefallen ist: Wie emotional wir mit unseren Pferden verbandelt sind und wie viele Gedanken sich jeder so um sein Pferd macht. Was Herzenswärme ausbilden, aber auch für ein Gefühlschaos auslösen kann! Wie viele Zweifel da sind, ob man das mit dem eigenen Pferd so richtig macht und wie viel Ambition und Wille da ist. Wie viel Ehrgeiz, es gut und gesund fürs Pferd zu machen. Den anderen Typus Mensch, der sich wenige Gedanken macht und drauflos irgendwas probiert, der kommt nicht zu uns. Wir haben eigentlich nur Teilnehmer in den Kursen, die sich total um ihr Pferd bemühen. Die es von Herzen mögen und versuchen, alles richtig zu machen. Das ist sehr schön! Aber es hat auch eine Kehrseite (wie alles im Leben). Dass es dann schnell viel zu selbstkritisch wird und im verkopften Sorgen machen endet. Da war Claudia so motivierend!

Kurzkehrt und Angaloppieren

Weil sie es schafft, die Stärken der Reiter- und Pferdepaare zu sehen, zu fördern und auch auszusprechen. Weil sie die richtigen Übungen für die jeweilige Situation intuitiv herauszaubert und es so in jeder Einheit deutliche Fortschritte gab. Weil sie es schafft, zu erklären, warum dieses Mini-Schrittchen jetzt ein ganz wichtiger Baustein in der Ausbildung war. Und ihnen so die Relevanz gibt, die sie haben.

Zum Beispiel: Dass ein Kurzkehrt, danach Angaloppieren, Durchparieren zum Schritt, wieder Kurzkehrt einer Ponystute richtig gut half, mehr Last auf der Hinterhand aufzunehmen. Die Übung machte dem Pony außerdem Spaß, sie war eifrig dabei.

Wischi-Waschi oder Präzision?

Was ist in der Pferdeausbildung wohl besser, stets auf präzise Ausführung bestehen, oder der Harmonie Vorrang vor der Einhaltung der Linienführung zu geben? Die Antwort in der Ausbildung, nicht in der Prüfung, lautet: Kommt drauf an! Das war Thema bei uns und anderen Paaren des Kurses. Im Lernprozess ist jeder richtige Lösungsansatz zu loben und zu bestätigen, damit das Pferd versteht, worum es eigentlich geht. Egal, was die Linie sagt. Aber wenn das verstanden ist, dann ist Präzision wichtig. Ich bin von Natur aus eher der Wischi-Waschi-Typ. Meint: Im Zweifel lieber harmonische Übergänge, als welche am Punkt (klar, ideal wäre beides gemeinsam!). Immer unter der Widerstandsgrenze vom Pferd arbeiten, damit ich sicher sein kann, es bleibt mir immer positiv zugewandt.

Schulterherein und Renvers kombinieren

Jetzt kommt das Aber: Das reicht irgendwann nicht mehr! Bei uns war dies in der Arbeit an der Hand das Thema. Ich habe als Hausaufgabe bekommen, mir die Linienführung konkret vorzunehmen, also zum Beispiel: Ich gehe im Schritt auf den Zirkel, eine halbe Runde des Zirkels soll Schulterherein sein, die nächste halbe Runde Renvers. Dann gehen wir geradeaus und ich halte nach einer Viertel Zirkelrunde an. Das ist neu für mich. Meine bisherige Vorgehensweise war: Jetzt mach’ ich mal auf dem Zirkel abwechselnd Schulterherein und Renvers. Ohne Plan, was ich wann abrufe, einfach nach Gefühl, wann ein guter Punkt wäre, um vom einen in das andere zu wechseln. Was dadurch auch passierte: Mein Zirkel wurde ein Ei und ich hatte keine Konstanz im Grad der Abstellung und Biegung. Ein guter Tipp von Claudia: Ich soll mir vorstellen, ich hätte zwei Zirkellinien, eine innere, eine äußere – dazwischen arbeiten wir. Und dann eben mit Plan vorgehen. „Die Präzision lässt die Übung erst richtig wirken“, hat Claudia Butry mir erklärt, „ihr seid jetzt an dem Punkt, dass sie versteht, was Du möchtest, jetzt geht es um Präzision!“

Also – wir üben dann mal weiter! Und Ihr so?

Der nächste Kurs mit Claudia Butry

Interessiert Dich der Ansatz von Ausbilderin Claudia Butry? Hier ist zum Beispiel ein Text, in dem es darum geht, wie man feine Reiterhände bekommt. Claudia ist im September wieder bei uns und gibt vom 1. bis 2. September einen Reitkurs. Zuschauen ist möglich (und sehr lehrreich!), eine Chance aufs’s Mitreiten gibt es über die Warteliste der Reiter. Alles über die Kurse, die ich mit Philippa Helg organisiere, findet Ihr hier auf der Kursseite des Blogs.

Horsemanship: Was Lisa Röckener und Ian Benson eint

Rückwärts, diesmal bitte nur mit Stimmkommando und dann als Verstärker, falls es nicht klappt, mit Gertentippen, Körpersprache und Aufnehmen des Seils. Ailena, Lisa Röckener und ich.

 

Was viele gute Horsemanship-Trainer eint, ist der faire, klare Umgang mit dem Pferd. Hier zwei Beispiele: Eins aus dem Unterricht mit Lisa Röckener, eins aus einem Kurs mit dem Neuseeländer Ian Benson.

 

Fotos: Klara Freitag 

 

Hier kommt eine gute Nachricht: Mit Pferden arbeiten ist dann gut, wenn es klar und einfach ist. Einfach kann es nämlich sein! Immer wieder.

Ausbilderin Lisa Röckener

Daran musste ich denken, als ich letztens noch mal das Grundschulprogramm von Lisa Röckener durchging. Sie war ja Anfang des Jahres bei uns, um einen Kurs zu geben (all unsere Kurse findest Du hier). Dieser Lisa-Röckener-Kurs sollte den Weg zum Halsringreiten ebnen. Vormittags gab es einen Ausflug in die Bodenarbeit, nachmittags ritten wir. Es gibt ja zahlreiche Ansätze für Horsemanship und Bodenarbeit – was damit genau gemeint ist, wird oft erst klar, wenn man mittendrin steckt!

 

Ausbilderin Lisa Röckener mit Isländer Dyri.

 

Letztlich geht es bei jedem Moment des Zusammenseins mit dem Pferd um Kommunikation. Diese erst mal am Boden zu verfeinern, darum ging es Lisa. (Ein Vorgriff auf Zitate weiter unten im Text: „Sobald wir von A nach B führen, sind wir mitten drin in der Bodenarbeit“, sagt Ian Benson, ein hervorragender Horsemanship-Ausbilder.)

Antreten und Stehenbleiben auf das Sprechen hin war die erste Übung bei Lisa Röckener – wie verblüfft ich davon war, das Pferde wirklich innerhalb kurzer Zeit einzelne neue Wörter unterscheiden können, habe ich hier beschrieben.

Körpersprache und Bodenarbeit

Das Ding ist: Das funktioniert relativ schnell – wenn, ja wenn man absolut konsequent ist! Meint: Nicht mit der Körpersprache etwas vorweg nehmen! Und die Reihenfolge einhalten: Erst ein freundliches Wort, dann ein Warnwort („NA!“ in unserem Fall), passiert daraufhin nichts, dann das freundliche Wort mit einem zusätzlichen Impuls verknüpft nutzen (Impuls! Nicht Schlag, Härte, irgendwas in der Art!).

Das klingt so so einfnach, ist es aber nicht! Ich weiß nicht, wie oft ich meinen Oberkörper in der Bewegung gestoppt habe (weil Körpersprache ja schon zur Verstärkung gehörte, also zum zusätzlichen Impuls) oder doch das Warnwort vergessen habe oder doch zu energisch gesprochen habe.

Danach ging es an körpersprachliches Kommunizieren, alles darauf angelegt, es irgendwann in der Freiarbeit zu können. Zum Beispiel, Volten mit dem Pferd zu gehen, die einfach durch eine Schulterdrehung eingeleitet werden. Das funktioniert recht flott, wenn alles glatt läuft.

Horsemanship braucht Vertrauen

Spannend wird es, wenn es mal nicht ganz glatt läuft: Was tue ich, wenn das Pferd nicht mitkommt? Wenn es doch in der Volte steckenbleibt? Das Einfachste war hier das Richtige, erklärte Lisa: Das Pferd einfach abholen. Es macht nichts, zu diesem sehr frühen Zeitpunkt einfach ins Halfter zu greifen oder den Halsriemen. Das geht!

Ein weiterer Lernschritt in dieser Übung war Vertrauen: Vertrau’ darauf, dass das Pferd mitkommt, und schaue nicht kontrollierend nach hinten. Vertrauen geben und nehmen, das ist auch ein so wichtiger Baustein.

Ian Benson: Menschen für Pferde schulen

Diese Dinge, die mir von Lisa so im Gedächtnis geblieben sind, fielen mir auch letztens wieder ein, als ich Anke und Ian Benson auf einem Kurs besuchte.

Die beiden sind großartige Pferdemenschen und gelten noch als Geheimtipp. Sie sind in Neuseeland daheim, und sind im Sommer auf Kurstour in Deutschland. Fast jeden Satz von Ian und Anke, der im Kurs fällt, könnte ich aufschreiben.

Energie und Horsemanship

„Über Körperspannung und Energie zu kommunizieren, das ist es, wie Pferde kommunizieren“, sagten die beiden zum Beispiel und das trifft ihre Art zu arbeiten ganz gut. Ich schreibe die beiden, weil Ian stets auf Englisch spricht und Anke es übersetzt, daher sagen sie es tatsächlich beide.

Ihr Konzept heißt übrigens Humanship, weil der Mensch eben lernen möchte, mit dem Pferd zu kommunizieren. Ihr Horsemanship-Konzept ist superfein, weil es geringe Abstufungen von Energieaufbau und – abbau nutzt und daher den Menschen zur Feinheit erzieht. Die Pferde reagieren so selbstverständlich darauf, das ist sehr schön anzusehen.

„He likes the softness as much as I like the softness“,

sagte Ian Benson zum Beispiel über ein Pferd, das er arbeitete, als ich zuschaute. Denn der erst rüpelhafte Wallach reagierte bald auf kleinste Signale.

Fair sein und Grenzen setzen

Der Wallach bedrängte seine Besitzerin zu Beginn stark. Ian Benson übernahm. In dem Moment, in dem der Wallach ihn knuffen wollte, nahm der Ausbilder einfach seinen Ellbogen nach oben, und die Rüpelei des Wallachs ging ins Leere. Effekt: Der wie ein Hähnchenflügel hochgenommene Ellbogen war als Grenze da, das Pferd rannte quasi dort hinein. Da war kein Schlagen, Hauen oder Laut sein, sondern nur Zack, eine Grenze. Somit war klar, dass der Wallach diese engste Zone dieses Menschen nicht betreten durfte. Er sah kurz überrascht aus („Was, jemand sagt, ich darf das nicht?“) und war dann sehr kooperativ. Er bemühte sich sichtlich darum, zu gefallen.

Die Pferde schätzen es, wenn man zuverlässig (also berechenbar und konsequent, auch Grenzen gebend) ist. Und innerhalb dieser Grenzen fein mit ihnen umgeht.

Das geben sie dann auch zurück.

Bei Philippa, auf Gut Charolie, waren die beiden Bensons zu Gast. Mit Philippa veranstalte ich viele Kurse – aber manchmal sind wir auch einzeln organisatorisch unterwegs! Danke an Anke & Ian Benson für das schöne Beisammensein und so viele Learnings in so kurzer Zeit (darf ja auch mal sein!). Ganz links außen Philippa, daneben ich, vorn auf der Bank sitzen Anke und Ian Benson.

Mehr dazu

Interessiert Dich der Ansatz von Ausbilderin Lisa Röckener? Auf wehorse (dort liest Du im Magazin auch andere Artikel von mir) kannst Du Lisa im Podcast hören! Hier kannst Du Dir das Interview anhören: Der wehorse-Podcast.

Auf dem Blog findest Du noch mehr Texte zu Lisa Röckener (hier zum Beispiel) und Ian Benson.

Die Einbeinstütze im Trab

Aus dem E-Book von Iris Wenzel: Aufnahmen, die zeigen wann genau eine Einbeinstütze und wenn ja, welche, vorliegt. Fotos: Iris Wenzel, www.blog.hippothesen.de

 

 

Dieser Beitrag enthält Werbung.

 

Reizthema Einbeinstütze: Traben Sportpferde heutzutage oft gar nicht mehr richtig, sondern nutzen ihre diagonalen Beinpaare verzögert voneinander?  Hat die Sportpferdezucht und der Wunsch nach immer mehr Spektakel am Markt dazu geführt, dass Sportpferde heute weniger belastbar sind als früher? Wird falsch gezüchtet, falsch geritten?

 

Die Diskussion in den sozialen Netzwerken dazu ist scharf. Doch oft fehlt der fachliche Background. Ein E-Book zum Thema findet erstaunliche Antworten.

 

 

Rezension & ein E-Book für zwei Leser

 

Der ein oder andere von Euch wird die Diskussion mitbekommen haben: Immer häufiger wird gestritten, wie es denn sein kann, dass viele Pferde im Trab nicht tatsächlich diagonal abfußen, sondern die diagonalen Beinpaare zeitverzögert im Trab nutzen. Woher kommt das wohl? Ist dies ein Taktfehler, reiterlich bedingt? Ist das etwas, das man bei immer mehr jungen Reitpferden sieht? Und auf Körungen, auf Zuchtschauen? Ist das gar ein Zuchtproblem? Züchten wir Pferde, die nicht mehr korrekt traben, sondern nur spektakulär?

 

Eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema habe ich letztens im Netz gefunden. Ein E-Book mit vielen Foto-Beispielen und einer 38-Seiten-Diskussion, was es denn mit diesem Bewegungsablauf auf sich hat. Es heißt: „Diagonale Einbeinstütze  – Ursachen und Auswirkungen“, geschrieben hat es Iris Wenzel vom Blog www.blog.hippothesen.de. Vorab: ich finde es sehr lesenswert. Denn es ist keine laute, polemische Vorlage, sondern ein kluger Beitrag zum Thema.

 

Glücklicherweise darf ich zwei Exemplare des E-Books verlosen (deshalb steht auch Werbung über dem Text). Wer eins gewinnen möchte, hinterlässt einen Kommentar auf meiner Blogseite – HIER. Da stehen dann auch alle genauen Bedingungen.

 

 

Was ist das überhaupt, eine Einbeinstütze?

 

Der Trab an sich ist ein Zweitakt, bei dem die diagonalen Beinpaare gleichzeitig abfußen, nach vorn schwingen und auffußen. Im Idealfall. Je besser die Möglichkeiten zu fotografieren und zu filmen wurden, desto häufiger stellten viele fest: Uuups, das ist ja gar nicht immer so. Es kann sein, dass ein Bein früher landet oder abfußt als das dazu gehörige Paarbein. In den allermeisten Fällen ist dies nicht mit dem bloßen Auge sichtbar. Nur Fotos oder Zeitlupenaufnahmen entdecken diese Taktunreinheit. Die Fachwelt übersieht das entweder stur  – oder aber erklärt diesen nicht-regelkonformen Bewegungsablauf zum riesengroßen Schandfleck der modernen Zucht und des Sports.

 

Was aber nun ist es? Wie gefährlich oder nicht ist die Einbeinstütze? Wie häufig kommt sie vor? Und was soll man tun, wenn die Bilder des eigenen Pferdes zeigen, dass es das auch macht? Dieser Frage widmet sich das gesamte E-Book.

 

Einbeinstütze bei Spitzen-Dressurpferden

 

Iris Wenzel liefert in ihrem Buch den Beweis, dass der Moment der Einbeinstütze kein Warmblut-Problem ist, sondern bei vielen Rassen zu beobachten ist. Sie belegt dies mit Bildmaterial von Kladrubern, Reitpony, Vollblut, Haflinger und anderen Rassen. Ebenso geht tritt sie mit Bildmaterial den Beweis an, dass diese Phasen auch bei Fohlen (also ohne Reiterbeeinflussung) und auch bei nicht modern gezogenen Warmblütern vorkommt. Dies also kein Problem der modernen Sportpferdezucht ist.

 

Positive und negative Trabverschiebungen

Dies ist das beachtlichste Moment des E-Books: Die Autorin hat keine Mühen gescheut, aussagekräftiges Bildmaterial zu bekommen und das Problem von vielen Seiten anzusehen. So ist zum Beispiel auch Bildmaterial berühmter klassischer Ausbilder verlinkt, Spitzen-Dressurpferde wie Belantis, Quaterback und Totilas sind zu sehen aber auch Bilder von Wildpferden werden zur Analyse herangezogen. Sie zitiert aus Studien, zum Beispiel einer  namens „Equine sports medicine and surgery. Basic and clinical sciences oft he eqiuine athlete“ von Hinchcliff, Kaneps und Geor . Darüber schreibt sie:

 

„Eine Untersuchung an Dressurpferden der Olympiade in Seoul 1988 hat gezeigt, dass etwa 15% der Trabtritte in der Trabverstärkung eine negative Dissoziation zeigen, während die höchstplatzierten Individuen ausschließlich positive Verschiebungen gezeigt haben.“

 

Das ist schon ein Hinweis auf ihre Conclusio: Es gibt Momente der Einbeinstütze, sogar häufig. Aber das ist kein modernes Problem. Das gab und gibt es immer. Viel wichtiger ist es, das Gesamtbild zu betrachten. Das ganze Pferd und seine Ausbildung. Und je mehr das Pferd fähig ist, hinten Last aufzunehmen und den Brustkorb anzuheben (ein immens wichtiges Ausbildungsziel!), desto häufiger gibt es Momentaufnahmen, die zeigen, dass Pferde mit dem Hinterbein im Trab zuerst auffußen, bevor das dazu gehörige parallele Vorderbein zum Boden kommt. Gleichzeitig ist hier eben nicht die Parallelität der Röhrbeine aufgehoben. Wer das nicht glauben mag, dem sei das gut bebilderte E-Book besonders empfohlen, dass eben nicht nur passendes Bildmaterial zeigt, sondern diese Idee auch mit Studienergebnissen unterfüttert.

 

Es gibt sogar Vorteile der Einbeinstütze

Die Autorin unterscheidet nämlich zwischen der Einbeinstütze, bei der zuerst das Vorderbein auffußt und derjenigen, in der zuerst das Hinterbein auffußt. Sie argumentiert mit einer Analyse des Gangbildes und Bewegungsapparates des Pferdes und erklärt hier stichhaltig, warum die eine Variante durchaus Vorteile hat und warum die andere für den Gesamtorganismus eher negativ zu werten ist. Dabei scheut sie sich nicht, selbst eine klare Position zu beziehen. Die folgenden Sätze stammen aus ihrem Schlusswort, passen aber genau zu dieser Thematik hier gut:

 

„Die Symmetrie der Fußfolge in der Pferdebewegung zu erhalten, scheint grundsätzlich ein vernünftiges und nachvollziehbares Ziel.

Aber manchmal sind Dinge, die man auf den ersten Blick als einzig logische Schlussfolgerung betrachtet, trotzdem falsch.“

 

Iris Wenzel erklärt zudem, dass es für die Gesunderhaltung immens wichtig ist, dass in der Phase, in der ein diagonales Beinpaar nach vorn geführt wird, diese Beinpaare parallel sind. Aber auch hier muss stets genau geschaut werden. Es ist ein Unterschied, ob die Hinterhand zum Beispiel fortwährend nicht gut unter den Schwerpunkt arbeitet, oder aber ob diese Parallelität der Gliedmaßen für ein, zwei Tritte abhanden gekommen ist und in den nächsten Tritten wieder zu sehen ist.

 

Die Autorin fährt fort mit einer ganz genauen Betrachtung und Beschreibung des Gangbildes des Pferdes, zitiert wissenschaftliche Artikel zum Thema und widmet sich eingehend der Ganganalyse  – all das ist sehr spannend! Sie zeigt, wie die Ganganalyse des Pferdes erforscht wurde und stellt den Lesern die führende Forscherin zu diesem Thema vor – Hilary Clayton heißt sie.

Aus dem E-Book von Iris Wenzel: Sie zeigt, dass dies keine reine Sportpferde-Thematik ist. Fotos: Iris Wenzel

 

Die große Stärke dieses E-Books ist seine unaufgeregte und informierte Art, sich dem Thema zu nähern. Die Autorin bleibt stets sachlich, zieht viele Quellen zu Rate und nutzt gutes Bildmaterial. Es ist ein mahnendes E-Book, das für Sachkunde und Wissen wirbt, und nicht lautstark Halbwissen verbreitet. So zeigt sie auch auf, wie es möglich ist, mit diesem und ähnlichen Themen selbst umzugehen:

„Wer Bilder von trabenden Pferden miteinander vergleichen möchte, darf nicht den Fehler machen, hierzu unterschiedliche Phasen heranzuziehen.
So wird es aber vielerorts gehandhabt. Dies geschieht in den meisten Fällen vermutlich nicht aus böser Absicht, sondern schlicht, weil kein anderes, besser geeignetes Bildmaterial vorliegt.

Eine eindeutige Beurteilung der Fußung kann jedoch ausschließlich in der Phase erfolgen, wenn das erste der beiden diagonalen Beinpaare den Boden berührt. Erfolgt die Beurteilung zu einem späteren Zeitpunkt, kann man daraus keine genauen Rückschlüsse mehr ziehen. Weiterhin kann eine Momentaufnahme im Moment des Auffußens niemals mit einer Momentaufnahme in der Schwebephase verglichen werden. Denn es ist eben nicht so, dass die Parallelität grundsätzlich in jeder Phase des Bewegungsablaufes bestehen muss. Wer korrekte Aussagen treffen will, darf nicht Äpfel und Birnen vergleichen.“

Zudem spricht die Autorin Aspekte wie Durchtrittigkeit und Rückengesundheit des Sportpferdes an. Auch hier sehr überlegt und sachlich fundiert – hier ein gutes Beispiel:

„Die Beurteilung der Durchtrittigkeit beim Pferd empfiehlt sich nur in der als Stütze bezeichneten neutralen Position, bei der die Gliedmaße (Röhrbein) senkrecht stehen, weil dies der tiefste Punkt der Fessel ist.
Die Fessel hat die Aufgabe, die Aufprallenergie des Pferdes abzufedern und biegt sich hierzu notwendigerweise durch. Es ist Effekthascherei, mit Hilfe einer ungünstigen Bewegungsphase eben dies anzuprangern.“

 

Ein Beispielfoto aus dem E-Book, zu dem Iris Wenzel schreibt, dass diese Verzögerung auch mit dem bloßen Auge zu sehen war. Was selten ist – meist ist dies nur im Foto oder in der Zeitlupe erkennbar. Foto: Iris Wenzel

 

Nach der E-Booklektüre ist vieles klarer – aber nichts einfacher! Das Thema ist komplex und daher nicht mit zwei Sätzen zu beantworten. Meinerseits gibt es für dieses E-Book eine absolute Empfehlung für alle, die Sachverhalte rund ums Pferd wirklich genau verstehen wollen. Wer neugierig geworden ist: Einen Blogartikel von der Autorin Iris Wenzel zum Thema gibt es hier zum Nachlesen. Weit intensiver ist natürlich das E-Book selbst. Das E-Book zur Einbeinstütze ist für 34,90 Euro in ihrem Shop auf ihrem Blog zu kaufen.

 

Gewinnspiel

Wer gern eins von zwei E-Books gewinnen möchte, hinterlässt einen Kommentar hier auf dem Blog und erzählt bitte darin, was Ihr zuletzt selbst Neues gelernt habt im Bereich Pferd. Sehr gern kann das ein Buchtipp sein, oder auch etwas aus einem Kurs oder Unterricht. Doppelte Gewinnchancen gibt es für alle, die den entsprechenden Beitrag auf facebook und Instagram kommentieren (der wird am 19.6.2018, Dienstag, freigeschaltet!). Alle Gewinnspielbedingungen und Hinweise bzgl. der Datennutzung findet ihr hier. Dankeschön an Iris Wenzel für die Möglichkeit, die Bücher zu verlosen & viel Glück Euch!