Jeannette

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Auf A life with horses  geht’s mir um die Inspiration. Um das Reiten und Denken. Um den Gedanken:

Das Pferd soll genauso viel Lust auf’s Reiten haben wie ich. 

Das war die Suche. Immer.

In meinem Kinderzimmer hing ein Foto über meinem Bett, das ein Mädchen auf einem weißen Islandpferd im Galopp auf einer Wiese zeigt. Kein Sattel, keine Trense, kein Strick, kein Halsring, nichts. Das Mädchen sitzt im leichten Sitz, den Oberkörper an die dicke Mähne gelegt. Das bin ich mit zehn, elf Jahren auf einem Pony meiner damaligen Reitlehrerin. Dieser Moment hatte für mich alles. Freiwilligkeit, Spaß, zwei Wesen, eine Idee. Wenn ich lenken wollte, legte ich die Hände auf die Ganaschen und wies dem Pony die Richtung. Es war ein Moment, den ich nicht beliebig wiederholen konnte. Ich war kein Pferdeflüsterer-Kind.

 

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Aber eine Idee in mir wuchs.

Durch meinen Job als Journalistin für Pferdemagazine habe ich das Glück, hinter viele Stalltüren zu schauen. Bei kleinen und großen Ereignissen dabei sein zu können.

Durchs Gras stampfend auf der Vielseitigkeitsstrecke der Weltreiterspiele. Mit einem Kaffee in der Hand auf dem Sofa einer Olympiasiegerin. Im Winter in der Reithalle stehend, der Kuli schreibt nicht mehr vor Kälte und die Zehen fühle ich nicht mehr. Mit Sonnenbrand stundenlang auf Horsemanship-Kursen ins Licht blinzeln.

Mit der Zeit habe ich mir so ein Buch der kleinen Schätze im Kopf anlegen zu können. Kleine und große Tipps von Meistern ihres Faches, Hinweise, Beobachtungen wie es gehen kann. Klar habe ich dabei nicht nur Gutes gesehen. Sondern vieles gesehen, das von außen glänzt und von innen betrachtet alle Schönheit verliert. Leider auch bei den Menschen in der Pferdewelt, die das Gute propagieren.

Jeder möchte fair reiten, jeder möchte gymnastizieren, jeder Ausbilder spricht von feinen Hilfen. Es ist en vogue, diese Worte zu benutzen, aber was es dann für den Einzelnen tatsächlich bedeutet, ist noch mal etwas ganz anderes!

Super wichtig finde ich es, offen zu bleiben. Für diverse Reit- und Umgangsweisen, für verschiedenste Wege und Ausbilder. Ich will nichts aussondern. Es gibt nicht den einen Weg. Es gibt ein Falsch, nämlich immer wenn es gegen das Pferd geht, egal auf welche Weise. Und es gibt ganz viele richtige Ansätze. Von manchen Trainern picke ich einen Gedanken, bei anderen liebe ich die ganze Philosophie.

Naja, und das hier – das ist die Idee, etwas des Guten aus dieser Reiterwelt zu teilen.

Und ich so privat? Ich lebe auf einem Bauernhof mit viiiielen Tieren, habe eine Reitponystute, unterrichte aus Spaß an der Freude im Basisbereich, bilde mich laufend weiter und reite Dressur & raus ins Gelände. Auf den Bildern auf dieser Seite seht ihr mich noch mit meiner Warmblüterin – Fee. Sie ist nicht mehr da, warum, steht hier: Lauf, Fee, Lauf.

 

Ganz neu: Es gibt jetzt das allererste Print-Produkt des Blogs! Einen Adventskalender, der gespickt mit hervorragenden Zitaten und wundervollen Bildern guter Ausbilder ist. Hier, schau:

 

Fragen? Schreibe eine Mail an mail (ät) rosinenundschwarzbrot.de

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Seht Ihr, wie sie zwinkert? Großes Herz und kluges Hirn, so ist sie,  und das mag ich so an ihr. Dieses Bild ist eines meiner liebsten. Habe diesem Pferd viel zu verdanken.