Die Einbeinstütze im Trab

Aus dem E-Book von Iris Wenzel: Aufnahmen, die zeigen wann genau eine Einbeinstütze und wenn ja, welche, vorliegt. Fotos: Iris Wenzel, www.blog.hippothesen.de

 

 

Dieser Beitrag enthält Werbung.

 

Reizthema Einbeinstütze: Traben Sportpferde heutzutage oft gar nicht mehr richtig, sondern nutzen ihre diagonalen Beinpaare verzögert voneinander?  Hat die Sportpferdezucht und der Wunsch nach immer mehr Spektakel am Markt dazu geführt, dass Sportpferde heute weniger belastbar sind als früher? Wird falsch gezüchtet, falsch geritten?

 

Die Diskussion in den sozialen Netzwerken dazu ist scharf. Doch oft fehlt der fachliche Background. Ein E-Book zum Thema findet erstaunliche Antworten.

 

 

Rezension & ein E-Book für zwei Leser

 

Der ein oder andere von Euch wird die Diskussion mitbekommen haben: Immer häufiger wird gestritten, wie es denn sein kann, dass viele Pferde im Trab nicht tatsächlich diagonal abfußen, sondern die diagonalen Beinpaare zeitverzögert im Trab nutzen. Woher kommt das wohl? Ist dies ein Taktfehler, reiterlich bedingt? Ist das etwas, das man bei immer mehr jungen Reitpferden sieht? Und auf Körungen, auf Zuchtschauen? Ist das gar ein Zuchtproblem? Züchten wir Pferde, die nicht mehr korrekt traben, sondern nur spektakulär?

 

Eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema habe ich letztens im Netz gefunden. Ein E-Book mit vielen Foto-Beispielen und einer 38-Seiten-Diskussion, was es denn mit diesem Bewegungsablauf auf sich hat. Es heißt: „Diagonale Einbeinstütze  – Ursachen und Auswirkungen“, geschrieben hat es Iris Wenzel vom Blog www.blog.hippothesen.de. Vorab: ich finde es sehr lesenswert. Denn es ist keine laute, polemische Vorlage, sondern ein kluger Beitrag zum Thema.

 

Glücklicherweise darf ich zwei Exemplare des E-Books verlosen (deshalb steht auch Werbung über dem Text). Wer eins gewinnen möchte, hinterlässt einen Kommentar auf meiner Blogseite – HIER. Da stehen dann auch alle genauen Bedingungen.

 

 

Was ist das überhaupt, eine Einbeinstütze?

 

Der Trab an sich ist ein Zweitakt, bei dem die diagonalen Beinpaare gleichzeitig abfußen, nach vorn schwingen und auffußen. Im Idealfall. Je besser die Möglichkeiten zu fotografieren und zu filmen wurden, desto häufiger stellten viele fest: Uuups, das ist ja gar nicht immer so. Es kann sein, dass ein Bein früher landet oder abfußt als das dazu gehörige Paarbein. In den allermeisten Fällen ist dies nicht mit dem bloßen Auge sichtbar. Nur Fotos oder Zeitlupenaufnahmen entdecken diese Taktunreinheit. Die Fachwelt übersieht das entweder stur  – oder aber erklärt diesen nicht-regelkonformen Bewegungsablauf zum riesengroßen Schandfleck der modernen Zucht und des Sports.

 

Was aber nun ist es? Wie gefährlich oder nicht ist die Einbeinstütze? Wie häufig kommt sie vor? Und was soll man tun, wenn die Bilder des eigenen Pferdes zeigen, dass es das auch macht? Dieser Frage widmet sich das gesamte E-Book.

 

Einbeinstütze bei Spitzen-Dressurpferden

 

Iris Wenzel liefert in ihrem Buch den Beweis, dass der Moment der Einbeinstütze kein Warmblut-Problem ist, sondern bei vielen Rassen zu beobachten ist. Sie belegt dies mit Bildmaterial von Kladrubern, Reitpony, Vollblut, Haflinger und anderen Rassen. Ebenso geht tritt sie mit Bildmaterial den Beweis an, dass diese Phasen auch bei Fohlen (also ohne Reiterbeeinflussung) und auch bei nicht modern gezogenen Warmblütern vorkommt. Dies also kein Problem der modernen Sportpferdezucht ist.

 

Positive und negative Trabverschiebungen

Dies ist das beachtlichste Moment des E-Books: Die Autorin hat keine Mühen gescheut, aussagekräftiges Bildmaterial zu bekommen und das Problem von vielen Seiten anzusehen. So ist zum Beispiel auch Bildmaterial berühmter klassischer Ausbilder verlinkt, Spitzen-Dressurpferde wie Belantis, Quaterback und Totilas sind zu sehen aber auch Bilder von Wildpferden werden zur Analyse herangezogen. Sie zitiert aus Studien, zum Beispiel einer  namens „Equine sports medicine and surgery. Basic and clinical sciences oft he eqiuine athlete“ von Hinchcliff, Kaneps und Geor . Darüber schreibt sie:

 

„Eine Untersuchung an Dressurpferden der Olympiade in Seoul 1988 hat gezeigt, dass etwa 15% der Trabtritte in der Trabverstärkung eine negative Dissoziation zeigen, während die höchstplatzierten Individuen ausschließlich positive Verschiebungen gezeigt haben.“

 

Das ist schon ein Hinweis auf ihre Conclusio: Es gibt Momente der Einbeinstütze, sogar häufig. Aber das ist kein modernes Problem. Das gab und gibt es immer. Viel wichtiger ist es, das Gesamtbild zu betrachten. Das ganze Pferd und seine Ausbildung. Und je mehr das Pferd fähig ist, hinten Last aufzunehmen und den Brustkorb anzuheben (ein immens wichtiges Ausbildungsziel!), desto häufiger gibt es Momentaufnahmen, die zeigen, dass Pferde mit dem Hinterbein im Trab zuerst auffußen, bevor das dazu gehörige parallele Vorderbein zum Boden kommt. Gleichzeitig ist hier eben nicht die Parallelität der Röhrbeine aufgehoben. Wer das nicht glauben mag, dem sei das gut bebilderte E-Book besonders empfohlen, dass eben nicht nur passendes Bildmaterial zeigt, sondern diese Idee auch mit Studienergebnissen unterfüttert.

 

Es gibt sogar Vorteile der Einbeinstütze

Die Autorin unterscheidet nämlich zwischen der Einbeinstütze, bei der zuerst das Vorderbein auffußt und derjenigen, in der zuerst das Hinterbein auffußt. Sie argumentiert mit einer Analyse des Gangbildes und Bewegungsapparates des Pferdes und erklärt hier stichhaltig, warum die eine Variante durchaus Vorteile hat und warum die andere für den Gesamtorganismus eher negativ zu werten ist. Dabei scheut sie sich nicht, selbst eine klare Position zu beziehen. Die folgenden Sätze stammen aus ihrem Schlusswort, passen aber genau zu dieser Thematik hier gut:

 

„Die Symmetrie der Fußfolge in der Pferdebewegung zu erhalten, scheint grundsätzlich ein vernünftiges und nachvollziehbares Ziel.

Aber manchmal sind Dinge, die man auf den ersten Blick als einzig logische Schlussfolgerung betrachtet, trotzdem falsch.“

 

Iris Wenzel erklärt zudem, dass es für die Gesunderhaltung immens wichtig ist, dass in der Phase, in der ein diagonales Beinpaar nach vorn geführt wird, diese Beinpaare parallel sind. Aber auch hier muss stets genau geschaut werden. Es ist ein Unterschied, ob die Hinterhand zum Beispiel fortwährend nicht gut unter den Schwerpunkt arbeitet, oder aber ob diese Parallelität der Gliedmaßen für ein, zwei Tritte abhanden gekommen ist und in den nächsten Tritten wieder zu sehen ist.

 

Die Autorin fährt fort mit einer ganz genauen Betrachtung und Beschreibung des Gangbildes des Pferdes, zitiert wissenschaftliche Artikel zum Thema und widmet sich eingehend der Ganganalyse  – all das ist sehr spannend! Sie zeigt, wie die Ganganalyse des Pferdes erforscht wurde und stellt den Lesern die führende Forscherin zu diesem Thema vor – Hilary Clayton heißt sie.

Aus dem E-Book von Iris Wenzel: Sie zeigt, dass dies keine reine Sportpferde-Thematik ist. Fotos: Iris Wenzel

 

Die große Stärke dieses E-Books ist seine unaufgeregte und informierte Art, sich dem Thema zu nähern. Die Autorin bleibt stets sachlich, zieht viele Quellen zu Rate und nutzt gutes Bildmaterial. Es ist ein mahnendes E-Book, das für Sachkunde und Wissen wirbt, und nicht lautstark Halbwissen verbreitet. So zeigt sie auch auf, wie es möglich ist, mit diesem und ähnlichen Themen selbst umzugehen:

„Wer Bilder von trabenden Pferden miteinander vergleichen möchte, darf nicht den Fehler machen, hierzu unterschiedliche Phasen heranzuziehen.
So wird es aber vielerorts gehandhabt. Dies geschieht in den meisten Fällen vermutlich nicht aus böser Absicht, sondern schlicht, weil kein anderes, besser geeignetes Bildmaterial vorliegt.

Eine eindeutige Beurteilung der Fußung kann jedoch ausschließlich in der Phase erfolgen, wenn das erste der beiden diagonalen Beinpaare den Boden berührt. Erfolgt die Beurteilung zu einem späteren Zeitpunkt, kann man daraus keine genauen Rückschlüsse mehr ziehen. Weiterhin kann eine Momentaufnahme im Moment des Auffußens niemals mit einer Momentaufnahme in der Schwebephase verglichen werden. Denn es ist eben nicht so, dass die Parallelität grundsätzlich in jeder Phase des Bewegungsablaufes bestehen muss. Wer korrekte Aussagen treffen will, darf nicht Äpfel und Birnen vergleichen.“

Zudem spricht die Autorin Aspekte wie Durchtrittigkeit und Rückengesundheit des Sportpferdes an. Auch hier sehr überlegt und sachlich fundiert – hier ein gutes Beispiel:

„Die Beurteilung der Durchtrittigkeit beim Pferd empfiehlt sich nur in der als Stütze bezeichneten neutralen Position, bei der die Gliedmaße (Röhrbein) senkrecht stehen, weil dies der tiefste Punkt der Fessel ist.
Die Fessel hat die Aufgabe, die Aufprallenergie des Pferdes abzufedern und biegt sich hierzu notwendigerweise durch. Es ist Effekthascherei, mit Hilfe einer ungünstigen Bewegungsphase eben dies anzuprangern.“

 

Ein Beispielfoto aus dem E-Book, zu dem Iris Wenzel schreibt, dass diese Verzögerung auch mit dem bloßen Auge zu sehen war. Was selten ist – meist ist dies nur im Foto oder in der Zeitlupe erkennbar. Foto: Iris Wenzel

 

Nach der E-Booklektüre ist vieles klarer – aber nichts einfacher! Das Thema ist komplex und daher nicht mit zwei Sätzen zu beantworten. Meinerseits gibt es für dieses E-Book eine absolute Empfehlung für alle, die Sachverhalte rund ums Pferd wirklich genau verstehen wollen. Wer neugierig geworden ist: Einen Blogartikel von der Autorin Iris Wenzel zum Thema gibt es hier zum Nachlesen. Weit intensiver ist natürlich das E-Book selbst. Das E-Book zur Einbeinstütze ist für 34,90 Euro in ihrem Shop auf ihrem Blog zu kaufen.

 

Gewinnspiel

Wer gern eins von zwei E-Books gewinnen möchte, hinterlässt einen Kommentar hier auf dem Blog und erzählt bitte darin, was Ihr zuletzt selbst Neues gelernt habt im Bereich Pferd. Sehr gern kann das ein Buchtipp sein, oder auch etwas aus einem Kurs oder Unterricht. Doppelte Gewinnchancen gibt es für alle, die den entsprechenden Beitrag auf facebook und Instagram kommentieren (der wird am 19.6.2018, Dienstag, freigeschaltet!). Alle Gewinnspielbedingungen und Hinweise bzgl. der Datennutzung findet ihr hier. Dankeschön an Iris Wenzel für die Möglichkeit, die Bücher zu verlosen & viel Glück Euch!

 

 

 

 

 

 

 

 

38 Kommentare

  1. Ein sehr spannendes Thema. Ich würde mich riesig freuen, das EBook zu gewinnen

  2. Ich bin angehende Tierphysiotherapeutin und finde das Thema sehr interessant. Mit dem Buch würde ich mich gerne weiterbilden, um das Wissen an meine künftigen Kunden weiterzugeben.

  3. Würde mich sehr interessieren das EBook. Zuletzt gelernt habe ich im Unterricht in der Traversale die innere Hand nach außen zu nehmen um den Hals nicht zu berühren und somit das Pferd nicht in die Richtung auszubremsen

  4. Sehr interessant, ich würde mich über das eBook freuen. 🙂

  5. Sachlich unaufgeregt und fachlich fundiert ist immer zu begrüßen.

  6. Vielen Dank für diese Rezension, mein Interesse ist geweckt! Für mich war das letzte A-ha Erlebnis der Unterricht meines Mannes bei Carola Slater-Diener (mein Mann ist Fahrer, wie ich bei dem Männerartikel kommentiert hatte). Das konsequente von hinten nach vorne arbeiten der Pferde vor dem Wagen nur mit Stimme, Peitsche und Hand hat mir auch fürs Reiten neue Impulse gegeben. Das war echt der Hammer!

  7. Klare Signale sind für das Pferd fairer als Mutti-Clicks XD. Also nicht loben, wenn das Pferd was anderes macht, als man gefragt hat, nur um das Pferd nicht zu frustrieren.

  8. Wow das ist mal wieder ein tolles und superinteressantes Thema und ich würde mich natürlich auch sehr über den Gewinn des E-Books freuen – es wäre das perfekte verspätete Geburtstagsgeschenk für meinen gestrigen Burzeltag 😉

  9. Ich hatte in der letzten Reitstunde auch ein Aha Erlebnis, nachdem ich mich ewig gefragt habe wieso mein Pferd so gegen das Bein läuft und nach „innen flieht“, bis meine Reitlehrerin meinte dass sie so einen Fall auch schon hatte und sich daran die Zähne ausgebissen hat. Aber mal drauf zu kommen, dass das Pferd nicht vorne sondern schon von der Kruppe aus nach innen flüchtet, darauf musste ich erst kommen. Im Nachhinein ist es klar und man fühlt es. Also hieß es Galopparbeit nurnoch auf der anderen Hand und auch die Seitengänge erstmal so, dass man ihr nicht noch damit entgegen kommt.

  10. Mich interessiert das Thema sehr. Ich habe schon viele Bücher über Biomechanik gelesen und ist großes Thema bei der Ausbildung bei Karin Kattwinkel, die ich begonnen habe. Ich würde mich über den Gewinn sehr freuen!

  11. Dank immer mehr verbreiteter Wege wie auch diesem hier können wir alle ständig so viel Neues lernen, mehr vertiefen, fachlichen Hintergrund aneignen, was wunderbar ist. Das letzte „Aha-Erlebnis“ war jedoch ganz bescheiden und vor Ort durch eine THP beschert: die kurze Panik zum ersten Mal ein Pferd „mit Sehne“ zu haben wurde schnell aufgelöst, es war nur eine Reizung der Sehnenscheide. 🙂

  12. Das ist doch mal ein super Tipp, danke sehr!

  13. Das hört sich total spannend an, ich würde super gerne eines gewinnen!

    Ich habe vor 4 Wochen Etwa mein erstes eigenes Pferd gekauft und gestern habe ich gelernt, wie wenig wirklich nötig ist um fein zu kommunizieren und was mein Pferd mir schenkt, wenn ich leise Anfrage!
    Wir haben frei in der Halle gearbeitet und auf ein Schulter eindrehen meinerseits ist sie auf den Zirkel abgewendet und bei mir geblieben!
    Das hab ich nicht erwartet und ich habe mich so darüber gefreut!

  14. Ich habe gerade erst gelernt/lernen müssen, leichte Lahmheiten zu sehen bzw. zu lokalisieren. Mir ist zwar immer aufgefallen, dass etwas nicht stimmt (auch bezüglich Taktverschiebung), aber ich konnte nie sagen, wo das Problem liegt bzw. welches Bein betroffen ist.
    Deshalb wäre das E-Book eine super Vertiefung für mich.

  15. Absolut spannendes Thema. Hut ab vor der Arbeit der Autorin so umfangreiches Bildmaterial zusammen zu stellen. Meiner Meinung nach bei solch einem Thema unverzichtbar. Chapeau!
    Was ich gelernt habe? Dass die Beurteilung der Gangarten und eventueller „Fehler“ selbst bei gestandenen Fachleuten kontrovers gehandhabt und diskutiert wird. Erlebt am Samstag auf einer Fohlenschau.

  16. Als ich vor fünf Jahren zum Geburtstag das Buch „Vom Fluchttier zum Designerpferd“ wie gewünscht bekommen hatte wurde meine Vorfreude beim Lesen allmählich getrübt. Ich hatte gehofft, endlich mehr über Pferdezucht und Biomechanik auf aktueller wissenschaftlicher Grundlage zu erfahren und fand mich stattdessen bei den amazon-Rezensionen wieder, um zu sehen ob es auch Erwartungen anderer nicht entsprach.

    Gerade las ich den genauen Titel noch einmal nach und sah, dass die Bewertung, die mir damals am meisten aus dem Herzen sprach, von Iris Wenzel ist! Was für ein Zufall :-).

    Über das E-Book würde ich mich daher sehr freuen.

  17. Habe gerade die Ausbildung zum Pferdeosteopathen beendet und nun heisst es weiterbilden, weiterbilden und weiterbilden. Dieses Buch würde mir bestimmt dabei ein ganzes Stück weiterhelfen, zukünftigen Kunden noch besser ihre Probleme erklären zu können und Ihnen dann auch hoffentlich zu einem gesunden Reitsport verhelfen zu können

  18. Das eBook würde ich sehr gerne gewinnen, erstens weil ich es schon entdeckt hatte, aber mich zum Kauf dann doch nicht entschließen konnte. Ich frage mich, ob diese Beobachtung auch eine Frage der modernen Fotografie ist und in Lehrbüchern nur die Vereinfachung steht? Zweitens, weil ich leider zu oft lahmende Pferde sehe und es schön wäre, ein „geschulteres“ Auge mit weiterem Wissen fortzubilden. Die letzte neue Erkenntnis hatte ich bei meinem Hufschmied bekommen, als er meinte, Duplos lassen den Hufmechanismus stärker zu als normale Eisen und sind für das Pferd ein angenehmer Weg zur Barhufumstellung.

  19. Oh, das würde mich wirklich sehr interessieren! Da gibt es – wie schon in deinem Artikel hier beschrieben – mit Sicherheit ein Leben außerhalb von Blackwhite Castle
    Was ich zuletzt gelernt hab? Puh, schwer zu sagen, da gibt’s jeden Tag was… Ich war vor kurzem auf der FN Bildungskonferenz und habe schöne mentale Bilder mitgenommen.

  20. Tolles thema! Kann ich mich stundenlang beschäftigen mit solchen themen.
    Uff, ich lerne fast jeden tag was dazu mit meinen vierbeinern…und die letzten jahre hatten es eh in sich mit lernen über pferde – auch dieses jahr gehts noch weiter mit vielem u.a. Ausbildung zum therapeuten nach salomon.
    Aber wir hatten grad gestern ne diskussion: ich wusste nicht, dass vollblüter nur im natursprung gedeckt werden dürfen (obwohl unsere ganze familie vollblutfan ist/war ). Weiss jemand ob das wirklich immer noch so ist?
    Ganz liebe grüsse dir jeannette und herzlichen dank für die immer tollen beiträge-ich weiss das echt zu schätzen!!!! Merci

  21. @Manuela bzgl. Decksprung Vollblüter: Das ist immer noch so, Manuela! Also bei den Vollblütern, die im Rennsport sind. Vollblüter für die Warmblutzucht sind von dieser Regel ausgenommen. Ich freue mich übrigens wahnsinnig über Deinen letzten Satz im Kommentar! Danke!

  22. Ich würde sehr gerne das E-Book gewinnen – das Thema liest sich sehr interessant und ich würde damit gerne meinen Wissensschatz erweitern.

    Was ich Neues im Bereich Pferde gelernt habe? Für mich war es mal wieder die Erkenntnis das der Fehler meistens auf dem Pferd sitzt. Mein Pferd war in letzter Zeit recht steif und ich habe es auf seine Spat Erkrankung zurückgeführt tja dank ein paar ehrlichen Worten eines RL weiß ich nun, dass ich einfach steif in der Hüfte war. Ein paar Wochen mit Yoga später und es läuft wieder 😉

  23. Interessantes Thema.
    Aus meiner Sicht als Gangpferdereiterin ist die Diskussion allerdings etwas unverständlich, reite ich doch mit meiner Marcha Batida gehenden Mangalarga Marchador Stute ein Pferd, was planäßig darauf gezüchtet wurde, die Diagonale im Trab zu brechen und mit einem auf hartem Untergrund hörbaren Dppelschlag zu fußen.

    Zuchtziele können diesbezüglich anscheinend sehr variabel sein 😉

    Erhöhter Verschleiß oder so etwas ist bei Batida gehenden Mangalargas meines Wissens nicht bekannt.
    Deshalb würde mich das e book sehr interessieren.
    LG
    Astrid

  24. @Astrid: Das ist ja wirklich interessant! Ich kenne zwar Mangalargas, aber wusste nicht, dass es da eine Gangvariante aus dem Trab heraus gibt, die quasi eine Einbeinstütze im Trab benötigt. Aus Warmblut-geprägter Sicht ja völlig verrückt! (Sorry, nicht so gemeint, ich staune hier wirklich!). Warum reitet man das? Wenn man auch tölten könnte?

  25. Hi.

    Ich habe vor kurzem ein Seminar zum Thema Harn- und Geschlechtsorgane des Pferdes im Rahmen meiner Ausbildung zur Pferdephysio besucht. Spannend fand ich folgenden Denkanstoß: Warum denkt man in der Veternärmedizin nie über Sterilisation der Hengste nach, sondern spricht immer sofort von Kastration? Bei einer Kastration werden dem Hengst die kompletten Hoden entfernt inklusive der Samenstränge etc. Damit bringt man den Hengst im Vergleich zur Humanmedizin sofort in die Menopause (welche es bei Pferden eigentlich nicht gibt). Dieser Eingriff ist ein immenser Eingriff in den Hormonhaushalt.

    Bei der Sterilisation hingegen werden lediglich die Samenstränge durchtrennt. Es erfolgt kein Eingriff in das endocrine System. Klar gibt es Hengste, wo man genau diese Wesensveränderung durch die Hormonumstellung haben möchte. Aber ist das immer der Fall?

    Ich fande diesen Grundgedanken definitiv dankenswert…

  26. Ich würde mich auch sehr über das eBook freuen! Genau meine Abendlektüre

  27. Ich habe vor einer Weile das Thema „Kau Übungen“ beim Pferd für mich entdeckt. Es ist super interessant und eine unglaublich tolle Sache für Befund Erhebung sowie Behandlung. Außerdem braucht man keine weiteren Hilfsmittel oder Besonderheiten dafür. Natürlich benötigt man kompetentes wissen, leider habe ich noch keinen Therapeuten finden können der anbietet die Kau Übungen unter Anleitung durchzuführen.
    Teilweise habe ich es bei meinem Pferd schon angewandt und inzwischen schon ein Gespür entwickelt wann und wo etwas klemmt und woran häufigsten. Aber eine Begleitung wäre trotzdem toll.
    Jedenfalls eine tolle Sache die mich auf Grund ihrer Möglichkeiten total im den Bann gezogen hat!

  28. Toll geschrieben und spannendes, sowie sehr aktuelles Thema in der Pferdetherapeutenwelt. ich würde mich freuen die Thematik mit dem Ebook vertiefen zu können 🙂

  29. Meine letzte Erfahrung, die ich zuletzt rund ums Pferd hatte war die Einführung in die Grundlagen der Horsemanship. Für mich bis dato noch absolutes Neuland, obwohl ich seit 15 Jahren reite und auch vorher Bodenarbeit gemacht habe.
    Das Buch wäre für mich als angehende Pferdewissenschaftlerin natürlich super interessant um später auch anderen mit meinem Wissen zu helfen und die damit ebenfalls weiterzubilden.

  30. Ich würde mich riesig über das E-Book freuen 🙂
    Mir war das Thema gar nicht so bewusst bzw. habe ich mich bislang nicht damit beschäftigt und würde daher wahnsinnig gerne mehr wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse dazu erfahren.
    Nur durch diesen Artikel habe ich also schon etwas dazu gelernt 🙂 Mit meinem Pferd hatte ich erst letzte Woche ein Aha-Erlebnis. Nach zwei Jahren waren die weißen Stühle an der kurzen Seite des Vierecks auf einmal wieder ohne mir erklärlichen Grund fürchterlich furchteinflößend geworden. Nach ein paar Tagen Grübeln, Üben und Ausprobieren habe ich nun die richtige Mischung aus Konsequenz, Ruhe und Köpfchen gefunden, um über die Gespenster am Rand ohne große Spannung zu erzeugen hinwegzureiten.

  31. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich gewinnen würde, da ich ein absoluter Bücherwurm bin!
    Ich habe neulich gelernt, dass man die Wundheilung großer Defekte unterstützen kann, wenn man ein Stück Haut zB vom Hals hineinverpflanzt. Dieses gibt dann Mediatoren ab, die die Haut am Rand dazu veranlassen, die Wunde schneller zu schließen. 🙂
    Außerdem habe ich gelernt, dass Wunden am Kopf am schnellsten heilen, an den Gliedmaßen ist es hingegen eher schwieriger und langwieriger…

  32. Eine tolle Rezension und ein spannendes Thema!
    Ich würde gern gewinnen, weil es so gut zu dem passt, was mein Isi und ich grad lernen: die Piaffe! Noch sind wir weit davon entfernt, wir stehen am Anfang, am langsamen, versammelten Trab. Grad für Isländer ein schwieriges Thema, denn gern verschaffen sie sich Erleichterung im Tölt.

  33. Hi Jeanette,
    Tatsächlich hat man bei mangalargas 2 zuchtlinien:
    1. Pferde die marcha picada gehen. Das ist echter tönt bis passtölt. Diese gehen in der Regel dann auch den gangpferdetypischen Vierschlaggalopp.
    2. Dagegen gehen Batidapferde, deren Gangveranlagung näher am Trab liegt in der Regel einen korrekten dreitakt-Galopp.
    Marcha batida ist quasi ein Trab ohne schwebephase und ebenfalls sehr bequem zu sitzen.
    In ihrer Heimat Brasilien sind Batida-Pferde die begehrteren.
    Ich persönlich würde mein batida Pferdchen nicht mehr tauschen wollen. Bequemer Gang im Mitteltempo +toller Iberer Bergaufgalopp ist eine unschlagbare Kombi. 🙂

  34. Tolles Thema, danke für die Rezension. Wird es das Buch auch gebunden geben? Dann kommt es sicher auf meine Wunschliste 🙂

  35. Ich war letztes Wochenende (als angehende Pferdephysio) bei einem Kurs zur Streßpunktmassage. Super spannend ist das Thema hier, danke dafür!! 🙂

  36. GEWONNEN HABEN: Christina & Nora! Bitte schickt mir Eure Mailadressen, die ich dann der E-Book-Autorin Iris Wenzel gebe, damit sie Euch das E-Book senden kann.

    Herzlichen Glückwunsch!

  37. Jedes e-book, das dazu beitragen kann, pferdegerechtes bzw. -ungerechtes Reiten offen dar zu legen, ist mir willkommen! Steter Tropfen……